Julias Schatzkiste

Wie wäre mein Idealzustand, den ich mir mit meiner Hochsensibilität vorstelle? Motto: Ehrlich zu mir selbst sein, gütig zu anderen –> ok, den hab ich von Hesse abgeschrieben – passt hier aber richtig gut 😉

  • mich selbst mögen
  • möglichst viel Zeit in meiner (kleinen HSS-) Komfortzone verbringen
  • Leben lebenswert gestalten, Dinge tun, die sinnvoll sind und Freude bereiten
  • Ausgeglichenheit
  • Dinge, die erledigt werden müssen, zeitnah erledigen (Papierkrams, …, ordentlicher Schreibtisch)
  • zufrieden sein
  • Freundschaften pflegen (wichtig: nur mit mir angenehmen Personen 🙂 *drück euch alle mal* )
  • klare und deutliche Kommunikation (anderen meine Grenzen aufzeigen, klar mitteilen, was geht und was nicht – dabei muss Hochsensibilität nicht unbedingt erklärt werden)
  • Hochsensibilität bei Bedarf erklären können – eine Art vorgefertigte Formulierung, die jeder gleich auf Anhieb versteht; Abgrenzung zum Normalsensiblen (von mir liebevoll auch „Muggles“ genannt 😉 ); Muggles haben natürlich auch Gefühle 😉
  • Talente nutzen
  • auf mich selbst aufpassen –> erkennen, wann eine Situation zu viel wird –> mit Überstimulation positiv umgehen, umgehend etwas dagegen machen –> genügend Schlaf –> viel und regelmäßig Trinken –> gesund essen (vor allem Gemüse & Obst) –> Sport machen (baut Cortisol ab) –> regelmäßige Pausen einbauen (ohne Reizeinflüsse)
  • anderen helfen, sich selbst zu helfen – zuhören (sofern es mir selbst gut geht)
  • Reframing: Situationen von früher, die aufgrund der Hochsensibilität ungewöhnlich gelaufen sind, aufschreiben
  • Sich mit anderen Hochsensiblen treffen, Tipps geben und nehmen
  • Extremsituationen, die sicherlich hin und wieder auftreten werden, akzeptieren und Ruhe bewahren – sich auf konkrete, kleine Schritte konzentrieren; verdrängen hilft keineswegs – und sich unnötig unter Druck setzen ebenso wenig
  • die Punkte dieser Liste nicht nur schön aufschreiben und lesen – sondern auch umsetzen, Schritt für Schritt…

Hm, ich komme mir gerade irgendwie vor, wie wenn ich mich selbst therapieren würde 😉 Aber warum nicht, wenn es hilft? Außerdem hilft das Aufschreiben, sich über seine Situation selbst im Klaren zu werden und es später anderen besser erklären zu können… Feedback hierzu – egal in welche Richtung – ist erwünscht 🙂 Diese Liste lebt – wird also regelmäßig erfrischt…

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7 Gedanken zu „Julias Schatzkiste

  1. Schmerzgott

    Inwiefern spielt Cortisol eine Rolle und wie kann man es sonst noch abbauen außer durch Sport? Habe nicht viele Möglichkeiten außer meinen Hobbys, daher gerne einfach umsetzbare Dinge. Falls Du magst.

    Aufgrund bestimmer Vorkommnisse: Kläre doch mal im Jobcenter und an sonstigen Ämtern auf oder schick die hin, die das machen. Weiß nicht ob Du für die Vorträge verantwortlich bist oder „nur“ hier listest.

    Danke für den Comic. Schön. Hab mich wieder gefunden. Erklärt vieles. Wenn auch viel zu spät.

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    Antwort
    1. Highly Sensitive Person (High Sensation Seeker) Autor

      Hallo 🙂

      Da muss ich gleich mal widersprechen – die Erkenntnis hochsensibel zu sein, kann nie zu spät erfolgen. Es ist natürlich ein großer Vorteil und erleichtert einiges im Leben, wenn Eltern schon im Babyalter erkennen, dass ihr Kind hochsensibel ist oder sein könnte. Von daher solltest du dich keineswegs grämen, es erst jetzt herausgefunden zu haben. Bei mir hätte diese Erkenntnis auch schon viel früher kommen können – aber man muss es so nehmen, wie es eben kommt und das Beste draus machen.

      So sammle ich nun schon seit über einem Jahr sämtliche Informationen über Hochsensibilität in Deutschland als auch im Ausland und trage diese alle hier in meinem Blog zusammen. Hauptgrund dafür ist, dass ich mich selbst und meinen Kopf strukturiert und sortiert bekomme. So langsam komme ich zum Glück auch an einen Punkt wo ich sagen kann, dass die Infosuche so langsam reduziert werden kann, da ich für mich selbst dadurch viel erklären, klären und neubewerten kann. Es ist ein großartiges Gefühl – vor allem, sich auch selbst akzeptieren zu können so wie man ist.

      Nun, Cortisol spielt insbesondere für Hochsensible eine große Rolle, insbesondere dessen Abbau im Körper – dieser kann nicht nur durch Sport, sondern auch durch erholsamen, langen und tiefen Schlaf, Ruhe, Meditation, Yoga, Kuscheln, Spaziergänge in der Natur, viel Wasser trinken, Koffein- und Alkoholkonsum reduzieren und durch die Erhöhung des Konsums an unverarbeiteten Lebensmitteln (mehr Obst und Gemüse) abgebaut werden.

      Siehe z.B. auch:
      http://www.zartbesaitet.net/info4.htm
      http://www.festland-verlag.com/docs/178/downloads/sensibel-3.pdf

      Nun – meine Aufklärung hinsichtlich Hochsensibilität beschränke ich nur auf mein direktes Umfeld und diesen Blog hier. Außerdem bin ich im Moment noch zu sehr mit mir selbst beschäftigt, um gar noch Vorträge über dieses Thema zu halten – soweit bin ich leider noch nicht. Allerdings gibt es wie du ja hier auf meinen Seiten hier siehst, genug Infomaterial um damit erstmal Klarheit für sich selbst zu bekommen. Das ist das A und O. Du kannst diese Erkenntnis bei anderen leider nicht erzwingen – so sehr ich mir dies natürlich auch wünsche, sei es bei Verwandten, Freunden, Arbeitgebern, Vereinen, Schulen, Universitäten, Ärzten, Psychotherapeuten, usw.
      Hochsensibilität ist ein Thema, das erst seit den 90ern so langsam ins Rollen gekommen ist und im Moment ganz schön seine Kreise zieht, was mich sehr erfreut. Allerdings wird es noch eine ganze Weile dauern, bis eine breite Akzeptanz in der Gesellschaft vorhanden sein wird. Selbst vielen Psychologen und Psychotherapeuten ist das Ausmaß dieses Themas noch lange nicht bewusst. Von daher müssen wir uns noch etwas gedulden und erstmal uns selbst darüber im Klaren werden und evtl. unser Umfeld schonend darüber aufklären.

      Ganz liebe Grüße und weiterhin viel Spaß und Freude dir beim Lesen meines Blogs,
      Julia

      PS.: Die Vorträge auf der rechten Seite habe ich tatsächlich nur gelistet für diejenigen, die in ihrer Umgebung Vorträge zum Thema Hochsensibilität suchen.
      PPS.: Der Comic ist nicht von mir gezeichnet, den hat eine Namensvetterin gepinselt und ich verlinke nur darauf. Aber ich finde ihn auch wunderbar gemacht und er bringt die wichtigsten Dinge auf den Punkt 🙂

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      Antwort
      1. Schmerzgott

        Ausführliche Antwort – vielen Dank.
        Ja, muss mich mal durcharbeiten. Stimmt.
        Gerade in Kombination mit anderen Diagnosen ist das nicht so gut erkenn- und trennbar befürchte ich. Also beispielsweise HSM und Depressionen. Bei beiden kann man schneller heulen als üblich. Aber ich (!) weiß ja, wie ich vorher war usw. Aber das Anderen klar machen …
        Hat die Namensvetterin auch einen Blog / eine Seite?

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        Antwort
        1. Highly Sensitive Person (High Sensation Seeker) Autor

          Nun – Hochsensibilität ist eine Charaktereigenschaft und keine Krankheit. Sie hat ihre negativen als auch überaus positiven Seiten, seine Hochsensibilität ausleben zu können ist ein wahrer Genuss und Segen – auch für das eigene Umfeld!!! Allerdings kommt es nicht selten vor, dass bei einem Lebensstil, bei dem man seine Hochsensibilität vollkommen außer Acht lässt, BurnOut und Depressionen durch den missachteten hohen Cortisolspiegel (oder was auch immer) nicht lange auf sich warten lassen…

          Von meiner Namensvetterin kenne ich nur diese Seite:
          http://www.mycomics.de/comic/5117-benjamin-ist-hochsensibel-david-nicht.html

          Liebe Grüße und schöne Pfingsfeiertage,
          Julia

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          Antwort
  2. Highly Sensitive Person (High Sensation Seeker) Autor

    Hallo Caroline,

    ich bin an jeglicher Form von HSP-Treffen interessiert. Allerdings müssen diese in meinen Plan passen – und da ich ein multipassionierter Mensch und normal berufstätig bin, ist das bei mir nicht immer ganz so einfach.

    Deshalb ist es bei mir eher realistisch, an regionalen Treffen teilzunehmen.

    Liebe Grüße zurück,
    Julia

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  3. missparkerc

    Wow, liebe Julia, deine Liste gefällt mir außerordentlich gut! Du bist ja schon ein Profi in Sachen HSP. In Wien gibt es jetzt sogar eine Ausbildung in Sachen Umgang mit HSP am WIFI WIEN. Treffen mit HSP macht ich seit diesem Jahr auch. Das hat mir viel geholfen. Was hältst du von überregionalen Treffen? Das wäre bestimmt interessant.

    Ich freue mich über neue Beiträge von dir und drücke dich,

    Caroline

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    Antwort

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