Räumt ihr auch so gerne auf? ;-)

Hallo liebe Mit-gerne-oder-auch-mit-nicht-so-gerne-Aufräumer/-Innen,

geht es euch auch manchmal so, dass ihr auf der Couch liegt und außenherum ist nur Chaos? Klar, muss man Fünfe auch mal gerade sein lassen… Aber bei mir hat sich im Dezember so viel getan und ich war so oft unterwegs, dass ich meine Wohnung nur benutzt habe, ohne die entsprechenden Dinge wieder in Ordnung zu bringen.

Es fängt bei Kleinigkeiten an wie Geschenkepapier wegräumen, Küche in Ordnung halten, Wohnzimmertisch aufräumen, Papierkrams sortieren, Bad aufräumen, …

Vorgestern und gestern ging es mir nicht gut und ich musste mich um mich selbst kümmern – da hatte ich keine Muße zum Aufräumen. Das mag man mir (die eigentlich als Perfektionistin gilt) nicht glauben, aber so ist es. Punkt.

Jetzt denke ich mir – so – jetzt willst du wieder Ordnung schaffen. Aber Aufräumen? Das kann doch jeder 😉 Das muss man mit etwas Kreativität angehen, dass man zumindest ein wenig den Geist oder die Motivationskräfte anregt. Wenn man die letzten 2 Tage „relativ“ faul war (nun ja, nicht ganz) macht man das am besten mit der:

AUFRÄUM-PYRAMIDE

Hm, was ist das genau? Aaalso… Diejenigen, die Sport betreiben, kennen vielleicht die Pyramide, die man im Schwimmtraining macht oder im Lauftraining auf der Tartan-Bahn. Man schwimmt zuerst 1 x 50 Meter – und dann Pause. Danach schwimmt man 2 x 50 Meter – wieder Pause. Dann 4 x 50 Meter – wieder Pause. Dann wieder hoch auf 8 x 50 Meter. Irgendwann geht die Pyramide wieder rückwärts – hier mit 4 x 50 Meter und so weiter bis man wieder bei 1 x 50 Meter angelangt ist.

Wieso soll man das nicht beim Aufräumen auch können? 😉

Und nein, ich will hier keine Zeit vertrödeln oder sonst was – ich versuche mich gerade selbst zu überlisten und dem Chaos hier Herr zu werden.

Also: Begonnen habe ich mit 1 x etwas Aufräumen. Das war meine Wäsche. So, jetzt mache ich Post-Pause und schreibe hier – gleichzeitig schreibe ich mir auf, welche 2 Dinge ich als nächstes Aufräumen werde – Schuhe aufräumen und Bad aufräumen. Dann wieder Pause. Danach notiere ich mir dann 4 weitere Dinge, die ich aufräumen möchte. Diese Arbeitspäckchen sollten allerdings Päckchen bleiben und nicht zu Paketen ausarten. Ich muss mal schauen, ob ich es bis 8 schaffe oder tatsächlich 16 – mal sehen 😉

Nun, das ist meine heutige Aufräum-Strategie. Falls ihr noch weitere habt, dürft ihr diese hier gerne bei den Kommentaren vermerken.

In diesem Sinne – meine Pause ist zu Ende. Weiter gehts…

Liebe Grüße und euch noch einen schönen Abend,

Julia

Gedanken im Nachgang:

🙂 Ihr wisst gar nicht, wie sehr sich Hochsensible über ein aufgeräumtes Bad erfreuen können, egal wie klein es noch sein mag – herrlich!!!

🙂 Das Pyramiden-Aufräumen lässt einen nach und nach in einen gewissen Elan kommen – mit wenigen Dingen anfangen und dann steigern, passt für heute supergut…

😦 Zwischendurch fällt einem noch einiges ein, was sonst erledigt werden muss –> Wird gleich in mein ToDo-Büchlein geschrieben, so ist es raus aus dem Kopf.

🙂 Durch das obige ToDo-Listen füllen hat man zwar noch mehr Arbeit, aber das Ganze ist raus aus dem Kopf und freier Platz für neue Speicherkapazität

🙂 Durch die einzelnen Aufgaben sieht man nach und nach, wie schön man Dinge erledigt bekommt, auch wenn man mit winzigen Kleinigkeiten anfängt –> das sind tatsächlich Erfolgserlebnisse, auch wenn sie noch so banal sein mögen. Erledigt ist erledigt und aus dem Kopf.

💡 Tipp: Für Hochsensible – zumindest für mich – scheint es wichtig zu sein, ganz stur eins nach dem anderen zu erledigen und sich voll auf das zu fokussieren. Warum? Ansonsten türmt sich eine Aufräumwolke auf und man bekommt das Gefühl, dem Ganzen nicht mehr Herr zu werden. Deshalb schön eins nach dem anderen und gründlich, dann ist man auch mit sich selbst zufrieden.

💡 Tipp: Sich nicht durch andere aufzuräumende Sachen ablenken lassen. Bei dem einen bleiben. Hochsensible nehmen alles um sich herum wahr und lassen sich leichter ablenken. Deshalb: Sich bewusst machen, falls dies passieren sollte und wieder zur eigentlichen Arbeit zurückkehren. Ansonsten ist man schneller als man denkt wieder in der Überstimulation und im Gedankenzirkus 😉

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4 Gedanken zu „Räumt ihr auch so gerne auf? ;-)

  1. Susi Positiv

    Hallo Julia!
    Da muss ich ein wenig schmunzeln – ja ich habe auch so meine eigenen Aufräumstrategien. Dabei arbeite ich auch gerne mit habitica.com. Dort habe ich viele tägliche Routinearbeiten eingetragen und hake sie dann ab, dafür erhalte ich eine Belohnung. Zur Zeit ruhe ich dort im Gasthaus aus, weil es auch mal so ist wie bei dir.
    Ich habe Urlaub, strecke alle Fünf von mir und werde jetzt langsam unruhig, denn ein kleiner Teil könnte wieder in Ordnung gebracht werden.
    So verbinde ich den Urlaub auch mit einer neuer kreativen Aufräumstrategie – der oben genannten Aufräumpyramide.
    Also was nervt mich zur Zeit am meisten und kommt als Erstes dran?
    1 x Küchentisch aufräumen – Eieruhr auf 2 Minuten stellen – mich mit einem Glas Wasser belohnen – und 123 los
    2 x Lebensmittel verräumen – Müll zuordnen und zusammenstampfen – 4 Min – 432 Hertz Musik einschalten und Belohnung – noch einmal Wasser trinken – 123 los
    Belohnung – Wasser trinken
    4 x GS einschalten – Waschtisch Bad – WM füllen – Bad Boden – 8 Min – Pomodoretechnik – Musik – Sirtaki 2 x in der Schlaufe – Belohnung Wasser – 123 los
    8 x Gang – Bett machen – Boden Wohnzimmer – ganze Wohnung lüften – Garderobe – Müll ganze Wohnung einsammeln – Wohnzimmertisch frei machen – alle Türen schließen – 16 Minuten – Musik Gabalier Schlaufe – Belohnung Wasser – 123 los

    So jetzt ist es Feiertag und 12.00 – die Einheiten bis jetzt sind gut gegangen – allerdings mache ich jetzt Mittagspause – die Rückwärtstour werde ich nach der Mittagspause machen.
    Susi

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  2. esther

    Genau, ich bin auch so eine – die diese Strategien zum Aufräumen braucht – es gibt dann auch noch eine – da sind die einzelnen Einheiten etwas länger…
    habe mal bei einem Seminar das geesen. lg

    Gefällt 1 Person

    Antwort
    1. Highly Sensitive Person (High Sensation Seeker) Autor

      Oh, noch nie von der Technik gehört, aber gleich mal nachgelesen:
      http://de.wikipedia.org/wiki/Pomodoro-Technik

      Bei mir kommen solche Ideen irgendwann ganz natürlich vorbei und ich probiere sie einfach aus – und oft tut es tatsächlich. Dadurch, dass man bei einer Pyramide langsam anfängt und mit kleinen Schritten, sind die Erfolgserlebnisse zu Beginn gleich da. Dann baut sich eine Art Motivationsschleife auf und man sieht immer mehr, wieviel man erledigen kann. Nur am Schluss darf man es nicht übertreiben 😉 Also für mich passt das echt super – nur ohne Uhr und mit fest definierten kleinen Aufgabenpaketen wo man weiß, dass man das auch in endlicher Zeit erledigt bekommt. So kommt es auch nicht zu einem unnatürlichen Cut (Ende), falls man gerade mit Begeisterung irgendetwas aufräumt und die Uhr sagt: Stopp…

      Danke für deinen Kommentar!

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