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Mein eigenes Vorbild

„…dass ich nur selbst mein Vorbild sein kann.“

Danke, Carolin!

tiefenseele

Mein eigenes Vorbild

Die Menschen, die das Gespür dafür haben
die brauch ich gar nicht zweimal fragen.
Ob sie den Unmut und die Eile spüren,
und offen sind für viele Türen.

Erdenengel, die die Feinfühligkeit leben
ist ein wahrer Schatz gegeben.
Sie spüren oft schon sehr sehr schnell
was sich dunkel anfühlt und was hell.

Sie können ohne Worte erfühlen
und sich innerlich mit Emotionen zerwühlen.
Die Kraft, die hier dahintersteckt
gehört erkannt und aufgeweckt.

Denn oft sagt man zu solchen Seelen
hör auf damit dich so zu quälen.
Anstatt diesen wunderbaren Menschen so zu sehen
wie er ist, fühlt und mit ihm gehen.

Sie können uns sehr vieles sagen
was andre nur vermuten und nicht wagen.
Denn auch wenn diese sensiblen Wesen
sich zurückziehen, um sich selbst zu lesen.

So haben sie die Intuion ausgeprägt
was mancher von uns überhaupt nicht lebt.
Sie können gar nicht anders als darauf…

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Blutspende die Dritte :-)

Juhu – soeben habe ich meine 3. Blutspende erfolgreich hinter mich gebracht und liege jetzt ganz entspannt auf meiner Couch und gönne meinem Körper etwas Ruhe.

Ich bin immer noch stolz wie Oskar, da ich normalerweise überhaupt kein Blut sehen kann und mich der Gedanke an das gepiekst werden nicht gerade in Vorfreude versetzt.

Heute hatte ich mal wieder eine ganz liebe Ärztin, die mich durchgecheckt hat (das ist ja bei vielen Hochsensiblen besonders wichtig). Bei der Blutspende selbst wurde mir ein wenig flau – und dass sich da kein Rückkopplungseffekt einstellt, habe ich sofort angefangen, die neben mir sitzende Helferin in ein Gespräch zu verwickeln. Damit ging es meinem Kreislauf und Nervensystem auch wieder gut 😊 Manchmal muss man die Betüdelung dann einfach einfordern 😉

Und was ich jetzt auch nachgelesen habe ist, dass der Eisenaufbau im Blut effizienter erfolgen kann, wenn noch Vitamin C zugeführt wird. Also steht jetzt ein Glas Orangensaft neben mir, welches ich mit Genuss, während ich hier schreibe, genieße.

Und für mich ist es immer ganz wichtig zu wissen, für wen ich das eigentlich mache. Es sind nicht nur die Unfall-/OP- und Chemopatienten, die mein Blut bekommen.

Auch Menschen mit seltenen Bluterkrankungen sind auf regelmäßige Bluttransfusionen angewiesen. Miriam zum Beispiel muss alle 3 Wochen lang 1 Tag über Nacht ins Krankenhaus:

Und hier noch der Link zu meinem Erstspender-Bericht:

https://hochsensibel1753.wordpress.com/2015/08/01/eine-hochsensible-kuert-sich-zur-stillen-heldin-denn/

Mein Dank geht an das herzliche Team des DRK Kronau – ich komme sehr gerne zu euch, weil man sich bei euch einfach gut aufgehoben fühlt. Weiter so!

Euch allen wünsche ich noch einen schönen Abend und einen guten Start ins wohlverdiente Wochenende!

Eure Julia

Ich brauche euch…

…für ein „Gefällt mir“ auf diesem wundervollen Blog:

https://1satz.wordpress.com

Warum? Ich lese hier still und heimlich die 1-Tages-Sätze dieser talentierten und wortgewandten Frau und mir blutet das Herz, dass die Gesellschaft dieses Talent und Potential nicht zu nutzen weiß. Die Lösung? Wäre bestimmt eine sehr herausfordernde und sehr individuelle – schwer zu sagen…

Aber ich fände es toll, wenn ihr euch den Blog und die Gedanken dieser Frau anschaut – und vielleicht sogar das ein oder andere „Gefällt mir“ hinterlasst.

In ihrem Leben hat sie anscheinend nur bedingt die Möglichkeit, ihre Gedanken und Geistesblitze verbal äußern zu können.

Ich würde ihr so gerne antworten (so geht es ihr wohl ständig) – doch leider hat sie diese Funktionalität abgeklemmt – aus welchem Grund auch immer (vielleicht um zu zeigen wie es ist, wenn man gerne antworten würde, aber nicht kann). Deshalb nun mein Versuch einer Wertschätzung über euch.

Nachtrag: Man kann ihre Beiträge „rebloggen“ – demnächst wird ein solcher hier zu finden sein 🙂

Von ganzem Herzen „Danke“.

Julia

Eiskristalle…

…säumten heute den Weg meines letzten Laufs im Jahr 2016. Ich nahm mir nicht zu viel vor – nur ein knappes Lauf-ABC mit ein paar Höhenmetern. Das Raclette heute Abend habe ich mir nun verdient 😉

Das Beste heute? Ich habe den schönsten Stacheldraht gesehen, den die Welt zu bieten hat – am Weinberg hat sich die Natur etwas ganz Besonderes ausgedacht. Um die gespannten Eisendrähte an den Reben haben sich Eiskristalle aus Raureif gebildet und zwar so wild durcheinander und ganz zackig daherkommend, dass das Ganze tatsächlich wie ein Stacheldraht aussah. Teilweise hat man die sogenannten Dendriten auch nur in eine Richtung wachsen sehen – ein unglaubliches Schauspiel der Natur. Ich habe gelernt, dass diese Dendriten in die Richtung wachsen, wo die Luft herkommt (luvseitig), da dort höhere Luftfeuchtigkeit besteht als im Lee. Interessant!

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Eisiger Stacheldraht (Mit freundlicher Genehmigung von „Dankeschoen“, siehe unten)

Faszinierend und wunderschön! Leider habe ich kein Foto gemacht (erst einen Tag später, siehe unten), sondern habe den Augenblick einfach nur genossen – denn nicht nur die Reben waren mit Eiskristallen überzogen, auch die Wiesen, Bäume und ganz witzig waren die dick daherkommenden Spinnweben, die normalerweise ganz filigran erscheinen.

Ein wahres Winterwunder war das heute und ein ganz wundervoller Abschluss des Jahres 2016.

Ich danke euch allen, die ihr so fleißig an meinem Blog teilhabt – ob lesend oder schreibend.

Ich wünsche euch für das kommende Jahr alles Gute, viel Glück, vor allen Dingen Gesundheit und ein gutes Gespür für euch selbst 🙂

Liebe Grüße,
Julia

PS: Hier ein Bildernachtrag 1 Tag später – leider nicht mehr ganz so filigran, aber immer noch wunderschön! Und nein, es hat nicht geschneit – dem Raureif sei dank 🙂

Nun sag – wie hast du’s mit der Hochsensibilität?

Wahrlich – mit Goethe will ich mich nicht messen – allerdings wird beim Thema Hochsensibilität oftmals um des Pudels Kern herumgeredet… Es wird zwar überall Wissen verbreitet, aber akzeptiert ist das Thema leider noch lange nicht. Nicht alleine deshalb, da das Thema Hochsensibilität nicht fassbar, nicht greifbar ist – sondern reine Kopfsache.

Wie hältst du’s mit der Hochsensibilität?

Oder auf der Meta-Ebene gefragt: Wie hältst du’s mit der Andersartigkeit?

Fragen an unsere Gesellschaft, die jeden von uns tangieren. Jeder lebt in seiner Welt, mit seinen eigenen Wahrnehmungen, Gedanken, Mustern, Schubladen, Erfahrungen. Jeder hat ein subjektives Empfinden darüber, wie er seine Umwelt und sein Innerstes aufnimmt. Und nicht zuletzt: Jeder hat seine ganz individuellen Bedürfnisse.

Manche denken, dass alle so denken und handeln müssten wie sie selbst. Manche denken, dass alle so empfinden, wie sie selbst. Manche gehen davon aus, dass man in Situation A so und so reagieren müsste.

Dabei gibt es eine gewisse Bandbreite von Werten und Bedürfnissen, die in der Gesellschaft akzeptiert sind. Alles andere was darüber hinaus geht, erscheint fremd, anders, ungewohnt – wenn nicht gar: falsch. So wie Anatole mit seinem Topf

Wenn ein Hochsensibler – glücklicherweise – in dem Stadium angekommen ist, wo er seine eigenen Bedürfnisse erkennt und umzusetzen versucht, kann es sein, dass er in seinem Umfeld auf Unverständnis stößt. Auf der einen Seite ist das dem Umfeld nicht übel zu nehmen, dass es zuerst so reagiert – denn bis jetzt hat der angepasste Hochsensible ja immer in der akzeptierten Bandbreite der Gesellschaft agiert. Außerdem kann das erhöhte Ruhebedürfnis, das Gestalten eines reizarmen Umfelds bei Regeneration und das Einschränken von Kommunikationskanälen zu Missinterpretationen führen. Was ist mit dem los? Der war doch früher sonst nicht so! Wieso stellt der sich auf einmal so an? Unerhört! Das geht so nicht! Wir müssen dem jetzt sagen, dass das so nicht tut! Entweder er funktioniert wie wir das haben wollen, oder es geht bergab…

In einer Leistungsgesellschaft wie unserer ist das Thema Hochsensibilität nicht einfach zu kommunizieren. Das merkt man schon alleine daran, dass sich viele Hochsensible in diversen Internet-Foren, Blogs oder auch in Büchern sehr viele Gedanken dazu machen, wie und wem sie ihre Hochsensibilität erklären sollen. Man möchte verstanden werden, so – wie man sich jetzt auch selbst versteht. Normalsensible wollen allerdings auf der anderen Seite manchmal auch nur helfen – dies kann auf der anderen Seite von Hochsensiblen wiederum fehlinterpretiert werden auf die Art, hey, der überfährt mich jetzt und ich fühle mich unverstanden und blocke ab.

Ein aufeinander Zukommen wäre angebracht, gegenseitiges Zuhören, Verstehen und Akzeptanz anstatt dem Überstülpen eigener Vorstellungen und Erwartungen. Was bringt es uns, Menschen eine Rolle vorzudenken, welche sie selbst nicht sind – wäre es nicht besser, die Talente von Menschen zu sehen?

Versucht die ein oder jeweils andere Seite sein Gegenüber zu verstehen? Glaubt der Gegenüber einem, wenn man ein eigenes Bedürfnis formuliert? Oder möchte das Gegenüber einem seine Erwartungen überstülpen, wie man denn zu sein hat? Egal ob jetzt hochsensibel oder normalsensibel…

Viele Hochsensible – insbesondere in einer Leistungsgesellschaft – befinden sich auf einer Gratwanderung: Meine eigenen Bedürfnisse erfüllen und gleichzeitig in einer Gesellschaft leben, die erwartet, dass alle die gleiche Leistung bringen müssen. (Achtung: diese Formulierung ist auf die Spitze getrieben, es gibt natürlich Randbereiche in unserer Gesellschaft, in denen das nicht so ist und individuell gefördert wird)

Folge: Psychosomatische Beschwerden erhöhen sich noch immer und halten lange an – jeder wundert sich, wieso, aber keiner findet eine Erklärung dafür. Ich würde mir wirklich wünschen, wenn Ärzte und Fachexperten bei Burnout- und Depressionserkrankten in Betracht ziehen würden, dass diese auch hochsensibel sein könnten. Allein diese Information kann für hochsensible Patienten unglaublich wichtig sein, um besser an sich arbeiten zu können und nicht gleich wieder in die nächste depressive Phase zu rutschen.
Das Übersehen der Hochsensibilität beim Patienten kann z.B. zur Folge haben, dass Therapiemethoden oder auch Entspannungstipps, die für Normalsensible gemacht sind, bei Hochsensiblen nur sehr schwer oder gar nicht greifen.
Am einfachsten ist es natürlich, alles auf den Stress zu schieben. Mach doch Yoga, entspann dich doch endlich mal, mach autogenes Training! Na danke! Die Ursache des Problems wird hier nicht erkannt. Versuche ich dann nach dieser Entspannungs-Auszeit wieder wie zuvor zu leben und den gleichen Ansprüchen wie zuvor zu genügen, ist die nächste Down-Phase doch vorprogrammiert – ein Teufelskreis! Diesen zu verlassen erfordert Selbstannahme, Selbstbewusstsein, Selbstliebe, das Erkennen eigener Bedürfnisse, ein wohlgesonnenes Umfeld, Integration der Hochsensibilität in den Alltag, Rücksicht auf mich selbst und andere – und sehr viel Mut.

Auf geht’s… Lasst uns gemeinsam mutig ins Jahr 2016 starten!

Alles Liebe & Gute Euch,
Julia

PS.: Piep!