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Zuhören

In den letzten Tagen hatte ich sehr viel Gelegenheit, mir selbst zuzuhören. Wenn ich mir selbst zuhöre, entsteht ein innerer Raum, in dem alles sein darf.

Ich werde mir dabei bewusst, was ich gerade brauche und ob mir das, was ich gerade tue, auch wirklich gut tut.

Es darf alles da sein. Freude, Unruhe, Stolz, Ohnmacht, Verbundenheit, Hilflosigkeit, Zufriedenheit, Trauer und Ungewissheit. Es ist nicht immer leicht, all die Gefühle zu halten – sowohl die stärkenden als auch vermeintlich schwächenden. Ich identifiziere mich auch nicht mit einem Gefühl, wenn es mal stärker hervortritt und alle anderen beiseite schiebt.

Für mich ist es wichtig, mir zuzuhören. Mich mir selbst zuzuwenden. Damit richte ich meinen inneren Kompass neu aus und bin wieder ganz da. Ganz. Mit allem drum und dran. Mensch. Ganz Mensch.

Ich wünsche mir, dass dieses Zuhören und sich einem anderen Menschen zuzuwenden, ihm Raum zu geben und ganz sich selbst sein zu können, immer mehr Beachtung findet. Neugierig zu sein, Interesse am anderen zu haben. Auch wenn dieser ganz anders tickt als man selbst. Das hat mir früher gefehlt und es fehlt mir teilweise auch heute noch. Nur mit dem Unterschied, dass ich jetzt weiß, wie wichtig es für mich ist, mich selbst auszudrücken – ob mir selbst oder einem anderen gegenüber. Eine Landebahn zu haben auf der man landen kann. Das wünsche ich jedem.

Von daher wünsche ich uns guten Flug und ab und an ein schönes, lauschiges Plätzchen zum Landen und dabei ganz sich selbst sein können.

Liebe Grüße, Julia

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Eine interessante Erfahrung

Sie nannten es liebevoll das Stockspiel.

Für mich hörte sich das zunächst recht ruppig, kantig und eckig an. Ein Spiel mit einem Stock. Aha. Da geht man doch erstmal am Stock… k k k…

Vor ein paar Wochen war ich in Stuttgart bei einem Seminar für GfK (Gewaltfreie Kommunikation). Das Stockspiel hat mich im Nachhinein so einiges gelehrt und taucht noch jetzt in einigen Situationen meines Alltags auf. Es hat sich sozusagen irgendwo in meinem Gehirn verankert. Ganz fest. Und das ist gut so 🙂

Jeder der ca. 30 Teilnehmer bekam einen Holzstock, der ca. einen Meter lang und 2 cm dick war. Zuerst durfte man sich mit diesem „anfreunden“. Alle 30 Teilnehmer standen im Raum verteilt, die Stühle und sonstiges waren beiseite gerückt.

Klackerdiklack… Ja – war man unachtsam, so fiel ein solcher Stock auch mal zu Boden 😉

Danach ging man mit dem Stock von der einen zur anderen Hand werfend durch den Raum und musste einfach nur aufpassen, dass man keinen anderen umrempelte, der da auch mit seinem Stock unterwegs war. Die Laufgeschwindigkeit wurde variiert, zuerst langsam, am Ende dann ganz schnell durch die Meute hindurch.

Das waren alles nur Übungen zum Aufwärmen 😉

Nun wurden 2 gegenüberliegende Reihen gebildet, die sich anschauten. Ich hatte also mein Gegenüber, einen Nachbarn links und einen rechts. Das ganze war recht kuschelig – der Abstand zu links und rechts war nicht ganz so großzügig… Nun durften wir Kontakt zum Gegenüber aufnehmen und uns die Stöcke in vertikaler Haltung zuwerfen. Erst gleichmäßig aufeinander einschwingend. Bis zum Ende hin unerwartet und auch antäuschend. Kommt der Stock jetzt oder kommt er nicht? Werfe ich ihn oder werfe ich ihn nicht? Haha, das war meins 😉 Es kam aber noch sehr viel lustiger…

Mit jeder Übung rückten die Personen der einen Reihe einen Platz weiter und so bekam man jedes Mal einen neuen Partner. Nun sollten wir uns wieder die Stöcke zuwerfen – aber dabei schön schauen, ob die Nachbarn links und rechts noch da sind. Sie also zusätzlich noch kurz anrempeln oder mit der Hand anstubsen und aktiv fragen, ob sie noch da seien – mit Antwort geben natürlich. Das i-Tüpfelchen war dann noch, dass hinter unserer Reihe 3 „Helfer“ unterwegs waren, auf die wir achten und immer in der Wahrnehmung haben sollten. Ansonsten wurde man erschreckt.

Also: gleichzeitige Aufmerksamkeit auf 1) mich selbst, 2) auf meinen Partner und den Stock, 3) auf die Nachbarn links und rechts, die man anhaute und von denen man angehaut wurde und 4) auf die Erschrecker, die ab und an mal vorbeilauschten. Einmal konnte man mich tatsächlich erschrecken. Diese Übung war perfekt. Warum? Weil mir bewusst wurde, wie eng manchmal mein Wahrnehmungshorizont im Alltag ist. Wie sehr es sich lohnen kann, auch mal das Wahrnehmungsfeld zu ändern und eine Weite zuzulassen. Das befreit irgendwie und lässt andere Perspektiven zu 🙂 Nicht zu lange und steif zu sehr im Innen oder Außen zu verweilen. Sondern aktiv unterschiedliche Perspektiven einnehmen – ganz einfach, tänzelnd, spielerisch, locker. Mit Freude und Begeisterung geht es wirklich leichter…

Diese Übung war für mich sehr einprägsam. Nicht nur, weil sie mich an die Grenzen meiner Wahrnehmung brachte – nein, auch weil mir der Stock von der Nachbarin rechts auf meinen linken Fuß fiel. Autsch! Ein paar Tage später hatte ich diesen Vorfall vergessen – und wunderte mich über einen blauen Fleck am großen Fußzeh – die Erinnerung kam dann aber irgendwann. Und ich musste grinsen 😉 Ah ja, das war tatsächlich der Stock… Wieso sollte man sonst einen blauen Flecken am Zehen davontragen? Doof! Dauert ja ewig, bis der wieder weg ist. Aber auch irgendwie lustig… Der bleibt jetzt noch eine Weile bei mir, der blaue Fleck.

Die letzte Übung war für mich wohl die lehrreichste. Wir sollten dieses Mal versuchen, wenn 2 Partner ihre beiden Stöcke austauschen, also hin- und herwarfen, ihnen das Spiel etwas verderben und dazwischengehen. Das Spiel in irgendeiner Art und Weise vermiesen. So das Szenario. Eigentlich sollte man sich so verhalten, wie man sich normalerweise nicht verhält. Damit man mal spürt wie es ist, die „Seite“ zu wechseln. Also in einer Dreier- oder was auch immer Formation ungewohnte Verhaltensweisen einüben.

Nun ja – das habe ich gemacht. Ihr werdet euch jetzt fragen, was ich genau gemacht habe. Ich habe mir vorgenommen, 2 Spielenden einen Stock wegzunehmen und einfach weiterzulaufen. Das habe ich gemacht. Hatte dann 2 Stöcke in der Hand, drehte mich weg, war voll auf mich selbst konzentriert und erwartete, dass mir sofort jemand hinterherlief und den Stock einforderte. Was geschah? Nichts!!! Es geschah nichts. Ich lief weiter, wunderte mich kurz und weiter ging es in der Stöckesammlung. Es wurde immer lustiger – denn die Leute der nächsten Gruppe hatten schon alle einen verschmitzten Blick drauf, als ich dann mit 3 Stöcken ankam… Etwas doof kam ich mir dann schon vor. Aber irgendwie machte das Spaß. Beim 4. Stock wurde mir dann doch langweilig. Alleine mit 4 Stöcken… Na toll. Ich wollte wieder spielen. Etwas spielerisch freudiger Kontakt wäre dann doch nicht ganz so übel…

Diese Übung hat mir etwas zu denken gegeben. Ende der Geschichte.

Zuwendung

Ich freue mich sehr, heute Abend hier auf meiner Couch zu sitzen und euch wieder auf Wanderschaft mitzunehmen zu einem Thema, welches mich in letzter Zeit rege beschäftigt 🙂

Wanderschaft deshalb, da ich nicht weiß, wie dieser Blogbeitrag werden wird – meine Stichpunkte liegen neben mir – aufi!

Als ich heute von der Arbeit nach Hause gefahren bin, war ich fest der Überzeugung, heute in die Sauna zu gehen. 4 Stunden Entspannung für den Körper und die Sinne. Heute Nacht hatte ich schlecht geschlafen und habe mich am Morgen gefühlt, als hätte man mich in die Tonne getreten. Kurz bevor ich zuhause ankam, habe ich noch einmal in mich hineingespürt und bemerkt, dass ich heute Abend irgendwie doch etwas ganz anderes brauche. Die Sauna habe ich erstmal auf Eis gelegt (hihi, welch Wortspiel 😉 ) und habe mich auf den WoZi-Fußboden gesetzt.

Was brauche ich heute Abend wirklich? Ich habe versucht, meine inneren Impulse wahrzunehmen und erinnerte mich daran, dass ich während der Arbeit dachte, dass ich heute keine Menschen mehr brauche. Also war die Sauna schnell gestrichen. Ich kam mir selbst auf die Schliche: Sauna wäre eine Aktion gewesen, um mich von mir selbst abzulenken – so grotesk und absurd sich das jetzt anhören mag. Aber ich wollte in dem Moment einfach wirklich wissen, was ich brauche und hörte in mich hinein.

Ich wendete mich mir selbst zu. Ganz ehrlich, offen und (so gut es ging) urteilsfrei. Es waren natürlich auch schon innere Stimmen da, die mich verurteilten, weil Saunieren doch so unendlich gut tut und einem ein gutes Gefühl gibt. Nun ja, vordergründig vielleicht. Aber damit hätte ich mich selbst übergangen.

Zuerst begann ich damit, mir meine Stoppuhr auf 20 Minuten zu stellen und in meinem blauen Büchlein aufzuschreiben, was mir gerade so durch den Kopf geht und wie ich mich fühle und was ich brauche. Das mache ich gerade jeden Abend und nach 30 Tagen schaue ich mir immer an, was ich da so von mir gegeben habe. Nach diesen 20 Minuten war das Saunathema dann endgültig gegessen. Und wisst ihr, was komisch war? Ich war wieder einigermaßen fit und spürte Energie aufsteigen 😉

So habe ich mir dann einen schönen Abend zuhause gemacht. Zuerst ein wenig Haushalt, damit ich mich hier auch wohlfühle und dann gab es erstmal lecker Spaghetti mit selbstgemachter Tomatensauce und angerösteten Pinienkernen. Dann habe ich mir Inspirationen geholt im Buch von Carl Rogers und danach gab es ein wunderbares Wohlfühl-Fußbad :-))) (Letzteres jetzt bitte 10x hintereinander schnell aussprechen ;-))) )

Dieser Abend war Selbstzuwendung pur und gab mir unter anderem den Anstoß, einen neuen Blogbeitrag zu schreiben.

Was wäre die Zuwendung denn, wenn man diese nur sich selbst vorbehalten würde? Ein Yin ohne Yang, ein Topf ohne Deckel, Regenwetter ohne anschließenden Regenbogen. Mal davon abgesehen, dass sich sehr viele Menschen von dieser so wichtigen Selbstzuwendung immer wieder ablenken, nur um sich selbst nicht spüren zu müssen. Aber das ist ein anderes Thema 😉

Mindestens genauso wichtig für mich ist die Zuwendung hin zu anderen. Interesse daran haben, was mein Gegenüber gerade bewegt, ihm oder ihr zuhören und es wirken lassen, was die Worte und Gefühle des anderen mit mir selbst machen. Diese Form der Zuwendung ist in der heutigen Zeit nur noch selten anzutreffen. Das wirkliche Interesse am anderen. An der Lebendigkeit des Austauschs und der Unvoreingenommenheit der eigenen Haltung. Sich einander begegnen. Begegnung erfahren. Erfahren. Erfahrung. Erfahrung ist auch eines der Kernelemente von Carl Rogers personenzentriertem Ansatz.

Sich auf der Art und Weise begegnen, wie man gerade ist. Man ist einfach. Und so erfolgt ein lebendiger Austausch, wo man am Ende gar nicht weiß, wie er enden wird. Für mich ist das immer eine Schatzsuche. Ich bin neugierig darauf, was der andere zu sagen hat. Wie er es sagt. Was ihn bewegt. Und wie er darauf reagiert, wenn ich antworte.

Sich einem Menschen zuzuwenden ist eine der liebevollsten Gesten, die man einem anderen zuteil werden lassen kann. Gerade in der heutigen Zeit.

Und soll ich euch etwas verraten? Es ist so furchtbar einfach 😉 Das ist doch genau das, was Hochsensible brauchen. Einfachheit in der Umsetzung. Man muss es nur noch tun. Sich selbst zuwenden. Sich einem anderen zuwenden. Mehr bedarf es oft nicht. Und wenn man Glück hat und das viele so tun, bekommt man diese Zuwendung auch von einem anderen geschenkt.

Zuwendung bewirkt, dass man sieht und dass man gesehen wird. Es ist eine einzigartige Form von Seelennahrung, zu der es jeden ganz natürlich hinzieht, wenn er nicht gerade irgendwo im Außen festhängt. Loslassen und sich sein lassen. Am Anfang vielleicht etwas ungewohnt, aber solche Begegnungen nähren. Sich liebevoll begegnen ist so rar geworden, dass es sogar Menschen gibt, die Angst davor haben. Angst vor sich selbst und Angst davor, was entstehen könnte. Angst vor dem Unbekannten und Neuen.

In diesem Sinne wünsche ich euch für dieses Wochenende schöne Begegnungen und ich würde mich sehr über Kommentare freuen, in welcher Form ihr euch selbst und/oder anderen am liebsten Zuwendung schenkt.

Alles Liebe,
Julia

Schnieptröte – törööö!

Häää?!? Was bitte sehr ist das denn nun schon wieder? Und was hat eine Schnieptröte mit Hochsensibilität zu tun? Erstmal gar nichts 😉
Sabine Dinkel, die Autorin des Buches „Hochsensibel durch den Tag„, wurde vor zwei Jahren von der doofen Schnieptröte befallen. Auf einmal war sie da – einfach so! Schnieptröte ist wie der Flusskrebs, nur ohne Wasser 😦

Während ihrer Erkrankungs- und Genesungsphase stellte Sabine schnell fest, dass es in der Schnieptröten-Literatur kaum Bücher gab, die einen:

  • sowohl über diese Krankheit aufklären,
  • einem verständlich Gesundungswege aufzeigen,
  • gute Tipps zur Selbsthilfe und zum Hilfe holen an die Hand geben
  • als auch einem gleichzeitig Lebensmut und Halt schenken.

Ohne übertreiben zu wollen: All das vereint dieses Buch.

Jedoch der größte Gewinn für den Patienten aus meiner Sicht ist, dass es Sabine gelungen ist, über all ihre Gefühlswelten und Ängste in verschiedenen Phasen der Krankheit zu schreiben – und wie man am besten mit diesen umgeht. Um sich danach wieder mit kleinen Schritten dem Leben zuzuwenden.

Dank der Kreativität und Schaffenskraft von Sabine ist ein sehr umfassender, lebendiger und liebevoller Ratgeber entstanden, den ich jedem Schnieptröten-Patienten als auch deren Angehörigen, Freunden und Ärzten ans Herz legen möchte.

Hier geht es zum Blick ins Buch.

Und hier auf die Seite von Sabine Dinkel, mit weiterem Info-Material.

Dieses kraftspendende Buch gibt Betroffenen (und deren Angehörigen) Halt – vom 1. Tag der Diagnose an bis zur Reha und darüber hinaus. Dabei beschwichtigt Sabine Dinkel in keinem Falle und kehrt die nicht so schönen Seiten dieser Krankheit keineswegs unter den Teppich. Ganz offen spricht sie auch über die dunklen Tage und Gedanken. Nur spaziert man mit Sabine Dinkel etwas anders durch den Klinikalltag und das medizinische Fachvokabular. Da wird der Krebs zur Schnieptröte, die Chemotherapie zur „Schorle grün-weiß“ und Metastasen zu Doofmannsgehilfen. Deshalb ist dieses Buch sehr fein und verdaulich zu lesen, sehr verständlich geschrieben und regt alleine durch die bunte und lebendige Aufmachung zum Ausprobieren all der kreativen Tipps an.

Angereichert mit liebevollen Comics aus Sabines Kreativitätsschatz und verschiedensten Zitaten von Mitpatienten bekommt man einen guten Einblick aus der Perspektive eines Schnieptröten-Patienten. Egal, ob Blut-Schnieptröte, Eierstock-Schnieptröte oder welche Schnieptröte auch immer.

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Durch dieses Buch wurde mir als Nicht-Betroffener klar, dass diese Krankheit wahrlich kein Zuckerschlecken ist. Beim Lesen zwischendurch habe ich ein paar Male tief Luft holen müssen, da man sich nicht nur mit dem Überleben von Schnieptröten-Patienten beschäftigt. Sondern auch mit dem eigenen Tod. Mir wurde aber auch klar, dass ich als Freund oder Angehörige sehr, sehr viel tun kann, dass es dem Kranken auf mentaler Ebene besser geht. Und vor allen Dingen habe ich gelernt, besser mit der Schranke umzugehen, die nach unten klappt, wenn jemand eine schreckliche Diagnose bekommt oder ihn eine Lebenskrise beutelt. Die Schranke nämlich, nicht zu wissen, wie man jetzt mit dieser Person umgehen soll. Sabine schildert aus ihrer Sicht das angemessene bzw. auch nicht angemessene Verhalten des Umfelds. Und das mit ganz viel Humooor 🙂 🙂 🙂

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Mein Tipp für den wirksamsten Buchgenuss: Während dem Lesen sich einzelne Dinge markieren/aufschreiben, die für einen selbst passen und die man umsetzen möchte – das Buch hat wirklich dicht gepackten Inhalt. Man muss sich das wie bei einem leckeren Buffet vorstellen – man bekommt sehr viel geboten, allerdings wird einem ungut, wenn man gleich von allem etwas probieren möchte 😉 Deshalb am besten 2-3 Dinge herauspicken und umsetzen. Dann die nächsten, usw. Schritt für Schritt.

Auf jeden Fall werde ich bei meinem nächsten Arztbesuch den Fachexperten mit meinem neuen Vokabular irritieren, wie z.B. den Weißkörperchen, hihi 😉 Und bei verhaltensoriginellen Leuten werde ich demnächst immer ein Grinsen im Gesicht tragen, dank dir, Sabine, die du dir und uns so originelle Hirnorigamis zusammenbastelst – humorvoll, nährend und heilsam!!!

Ganz besonders gefreut hat es mich, dass du Robert Seethaler ab und an zitiert hast. Einer meiner Lieblingsautoren, dessen Bücher ich jedem Hochsensiblen nur ans Herz legen kann 🙂 Hach, der Schreibstil…

Ich hoffe sehr, euch einen Vorgeschmack über dieses überaus kraftvolle Buch gegeben zu haben – trotz Schnieptröte, Schorle und Doofmannsgehilfen.

Auch wenn die Phasen einer Schnieptröten-Erkrankung trostlos und dunkel erscheinen – dieses Buch wird ein ständiger Lichtblick sein, dessen bin ich mir ganz sicher.

An dieser Stelle wünsche ich allen Schnieptröten-Patienten aus tiefstem Herzen viel Kraft – aber auch den Mut, die eigene Schwäche da sein zu lassen. Alles braucht und hat seinen Raum und seine Zeit. Alles Gute euch da draußen!!!

Alles Liebe,
Julia

PS.: Liebe Sabine – ganz persönlich ein großes und herzliches Danke an dich von meiner Seite – das Buch baut nicht nur in Schnieptrötenkrisen auf. Ich drück dich! Vor allen Dingen drücke ich dich jetzt in Gedanken einmal am Tag – bis einschließlich Weihnachten – einfach so :-)))

Und: Die Warteschleife der Urologie Stühlinger ist wirklich zum glu(ü)cksen 🙂

Mein eigenes Vorbild

„…dass ich nur selbst mein Vorbild sein kann.“

Danke, Carolin!

tiefenseele

Mein eigenes Vorbild

Die Menschen, die das Gespür dafür haben
die brauch ich gar nicht zweimal fragen.
Ob sie den Unmut und die Eile spüren,
und offen sind für viele Türen.

Erdenengel, die die Feinfühligkeit leben
ist ein wahrer Schatz gegeben.
Sie spüren oft schon sehr sehr schnell
was sich dunkel anfühlt und was hell.

Sie können ohne Worte erfühlen
und sich innerlich mit Emotionen zerwühlen.
Die Kraft, die hier dahintersteckt
gehört erkannt und aufgeweckt.

Denn oft sagt man zu solchen Seelen
hör auf damit dich so zu quälen.
Anstatt diesen wunderbaren Menschen so zu sehen
wie er ist, fühlt und mit ihm gehen.

Sie können uns sehr vieles sagen
was andre nur vermuten und nicht wagen.
Denn auch wenn diese sensiblen Wesen
sich zurückziehen, um sich selbst zu lesen.

So haben sie die Intuion ausgeprägt
was mancher von uns überhaupt nicht lebt.
Sie können gar nicht anders als darauf…

Ursprünglichen Post anzeigen 38 weitere Wörter

Blutspende die Dritte :-)

Juhu – soeben habe ich meine 3. Blutspende erfolgreich hinter mich gebracht und liege jetzt ganz entspannt auf meiner Couch und gönne meinem Körper etwas Ruhe.

Ich bin immer noch stolz wie Oskar, da ich normalerweise überhaupt kein Blut sehen kann und mich der Gedanke an das gepiekst werden nicht gerade in Vorfreude versetzt.

Heute hatte ich mal wieder eine ganz liebe Ärztin, die mich durchgecheckt hat (das ist ja bei vielen Hochsensiblen besonders wichtig). Bei der Blutspende selbst wurde mir ein wenig flau – und dass sich da kein Rückkopplungseffekt einstellt, habe ich sofort angefangen, die neben mir sitzende Helferin in ein Gespräch zu verwickeln. Damit ging es meinem Kreislauf und Nervensystem auch wieder gut 😊 Manchmal muss man die Betüdelung dann einfach einfordern 😉

Und was ich jetzt auch nachgelesen habe ist, dass der Eisenaufbau im Blut effizienter erfolgen kann, wenn noch Vitamin C zugeführt wird. Also steht jetzt ein Glas Orangensaft neben mir, welches ich mit Genuss, während ich hier schreibe, genieße.

Und für mich ist es immer ganz wichtig zu wissen, für wen ich das eigentlich mache. Es sind nicht nur die Unfall-/OP- und Chemopatienten, die mein Blut bekommen.

Auch Menschen mit seltenen Bluterkrankungen sind auf regelmäßige Bluttransfusionen angewiesen. Miriam zum Beispiel muss alle 3 Wochen lang 1 Tag über Nacht ins Krankenhaus:

Und hier noch der Link zu meinem Erstspender-Bericht:

https://hochsensibel1753.wordpress.com/2015/08/01/eine-hochsensible-kuert-sich-zur-stillen-heldin-denn/

Mein Dank geht an das herzliche Team des DRK Kronau – ich komme sehr gerne zu euch, weil man sich bei euch einfach gut aufgehoben fühlt. Weiter so!

Euch allen wünsche ich noch einen schönen Abend und einen guten Start ins wohlverdiente Wochenende!

Eure Julia

Ich brauche euch…

…für ein „Gefällt mir“ auf diesem wundervollen Blog:

https://1satz.wordpress.com

Warum? Ich lese hier still und heimlich die 1-Tages-Sätze dieser talentierten und wortgewandten Frau und mir blutet das Herz, dass die Gesellschaft dieses Talent und Potential nicht zu nutzen weiß. Die Lösung? Wäre bestimmt eine sehr herausfordernde und sehr individuelle – schwer zu sagen…

Aber ich fände es toll, wenn ihr euch den Blog und die Gedanken dieser Frau anschaut – und vielleicht sogar das ein oder andere „Gefällt mir“ hinterlasst.

In ihrem Leben hat sie anscheinend nur bedingt die Möglichkeit, ihre Gedanken und Geistesblitze verbal äußern zu können.

Ich würde ihr so gerne antworten (so geht es ihr wohl ständig) – doch leider hat sie diese Funktionalität abgeklemmt – aus welchem Grund auch immer (vielleicht um zu zeigen wie es ist, wenn man gerne antworten würde, aber nicht kann). Deshalb nun mein Versuch einer Wertschätzung über euch.

Nachtrag: Man kann ihre Beiträge „rebloggen“ – demnächst wird ein solcher hier zu finden sein 🙂

Von ganzem Herzen „Danke“.

Julia