Archiv der Kategorie: Erklärbär

Der Mai macht alles neu…

…und so auch mein Körpergefühl – oder: Über Psoas und Pectoralis im polyvagalen Raum… (nein, jetzt nicht gleich aufhören zu lesen 😉 )

Es ist für mich zwar ungewöhnlich, direkt im Anschluss einer neuen Erfahrung und neuer Erkenntnis einen Blogbeitrag zu schreiben, aber ich mache das jetzt einfach und schreibe ins Blaue 😉

Nach meiner heutigen Maiwanderung habe ich mich mit Keksen und Kaffee auf meine Couch gepflanzt und habe etwas im Internet gesurft. Ich hatte den ganzen Tag schon so ein komisch fahriges, unruhiges aber auch zugleich starres Gefühl – das ging auch beim Wandern nicht so richtig weg.

Und gerade vor 10 Minuten hat sich in meinem Körper irgendein Muskel gelöst, entspannt – irgendetwas hat da losgelassen. Jetzt habe ich mal genauer geschaut – es muss sich hierbei um den Pectoralis handeln (Brustmuskel) – ob es jetzt der major oder minor war, muss ich am Freitag meine Expertin fragen. Seit ein paar Wochen lerne ich die Alexander-Technik und komme dadurch immer mehr zu einem bewussteren Körpergefühl und der „richtigen“ Nutzung meiner Wirbelsäule und was sonst noch so dazugehört.

Das Wichtigste, was ich hierbei gelernt habe ist, dass ich bisher überhaupt nicht bemerkte, dass mein Psoas-Muskel in vielen Haltungen verkrampft ist (auch wenn ich vermeintlich entspannt liege, sitze oder stehe). Das Gefühl, diesen Psoas-Muskel „einfach“ freizumachen und ihn loszulassen ist ein unglaublich erleichterndes Gefühl – ich habe den Eindruck, dass dadurch im Körper (und auch im Geist 😉 ) viel mehr Raum entsteht. Im Übrigen wird der Psoas auch Seelen-Muskel genannt – aber das nur am Rande 😉 …

So – zurück zu diesem Pectoralis-Muskel. Genau das gleiche, raumgebende Gefühl hatte ich gerade mit diesem Muskel im Brustbereich. Es fühlt sich unglaublich erleichternd und frei an – meine Atmung klappt viel besser und ich merke, dass der komplette Brustbereich sich entspannt hat (ein nach unten versinken).

Jetzt war mein Gedanke: Was hat dieser Pectoralis-Muskel mit dem Psoas-Muskel gemeinsam? Oder was verbindet die beiden?

In diesem Dokument wird tatsächlich ein Zusammenhang dieser beiden Muskeln beschrieben – ab Seite 16. Ich finde das hochspannend. Insbesondere auch im Zusammenhang mit der Polyvagaltheorie von Stephen Porges und dem Sicherheitsempfinden des Nervensystems. Meine These: Fühlt sich das Nervensystem nicht sicher, so ziehen sich Psoas und Pectoralis zusammen – ein automatischer Schutzmechanismus, wenn man einmal gelernt hat, dass Körperstarre ganz gut ist, um aus bedrohlichen Situationen zu „fliehen“ (hat wahrscheinlich einen ähnlichen Effekt, wie wenn sich ein Kind die Hand vor die Augen hält und sagt „ich bin jetzt nicht mehr da“ 😉 ).

Das Gute an diesen Zusammenhängen? Wenn ich ein gutes Körpergefühl entwickle – insbesondere für diese beiden Muskeln – kann ich zumindest ansatzweise herausfinden, wo mein Nervensystem gerade steht und wie ich mich wieder aus dieser erstarrten Haltung herausentspannen kann.

Klingt gut! 🙂

Euch wünsche ich noch eine schöne Restwoche und viele liebe Grüße,
Julia

Ostern – oder: auf der Suche nach sICHerheit

Über die Osterfeiertage habe ich in einem ganz besonderen Buch geblättert.

Elli und der unsichtbare Schnabel.

Simone Dräger, die Autorin, schreibt hier über ein Phänomen, welches – genauso wie Hochsensibilität auch – unsichtbar ist – sie schreibt über ihr bisheriges Leben und über eine Art unsichtbaren Teppich, der sie jeden Tag begleitet. Simone ist in vielen Situationen ihres Alltags in sich selbst gefangen und reagiert mit Nichts – also mit Sprachlosigkeit, einer hohen Erregung ihres Nervensystems und einer seelischen Starre. Sie bringt Licht und Klarheit in den Nebel des Mutismus.

Warum ich das hier schreibe? Nun, Simone schreibt nicht nur eine Geschichte über die Ente Elli – sie schreibt im 2. Teil ihres Buches auch darüber, was Mutismus genau ist und was das mit dem Zustand ihres Nervensystems zu tun hat – es ist eine Suche nach Sicherheit.

Was ich an Simones Beschreibung faszinierend finde? Sie trägt die Arbeiten sämtlicher Fachexperten und Wissenschaftler zusammen, die mich gerade selbst interessieren. Ich war wirklich baff! Aber mit Mutismus habe ich gar nichts zu tun. Nun ja, ganz früher vielleicht. Aber jetzt beschäftige ich mich mit einem ganz anderen Thema, in welchem es auch um die Suche nach Sicherheit geht.

Stephen Porges hat eine neue Theorie entwickelt um zu erklären, wie unser Nervensystem auf (Lebens-) Bedrohung von außen reagiert und wie man wieder in die Lage kommt, sich sicher zu fühlen. (Polyvagaltheorie)

Er beschreibt ganz genau, dass der gleiche Mensch in der gleichen Umgebung ganz unterschiedliche Reaktionsweisen zeigen kann, wenn sein Nervensystem sich in einem anderen Zustand befindet (Neurozeption).

Was hat das Ganze nun mit Hochsensibilität zu tun? Nun – läuft das Nervensystem auf Hochtouren und wählt es als Exit-Strategie den Freeze, also eine Starre, dann könnte ein Hochsensibler auf die Idee kommen, das wäre ja „nur“ eine Reizüberflutung. Dabei wären ganz andere Maßnahmen erforderlich. Genau bei dieser Unterscheidung sollten Hochsensible genau Bescheid wissen, wann sich ihr Körper in der Reizüberflutung befindet und wann evtl. in einem Notzustand ihres Nervensystems (oder beides).

Im einen Falle ist Reizabschottung hilfreich, im anderen Falle hilft die Stimulation des sogenannten ventralen Vagusnervs (z.B. Kontakt zu lieben Menschen, den eigenen Körper spüren, langes langsames Ausatmen, …).

Ich habe schon viel zu viel geschrieben. Warum? Weil die Suche nach Sicherheit des Nervensystems so viele verschiedene Ausprägungen haben kann wie es Sandkörner auf dem Mars gibt. Deshalb im Anschluss meiner Worte noch eine Liste von Themen, die mit Unsicherheit im Nervensystem einhergehen können. Viel Spaß beim Stöbern und beim Finden eines jeden persönlichen Ostereis 🙂 (Ei, nicht Eis, sonst hieße es Ostereises – hihi…)

Frohe Ostern uns allen!

Liebe Grüße, Julia

 

PS.: Einem Wort habe ich übrigens in meinem Text oben keinen Raum geschenkt – aus dem Grund, weil es sehr oft missverstanden wird. Dem „Raum“ schenke ich jetzt allerdings 2 Buchstaben. Ein „T“ vorne und ein „A“ hinten.

Nein, es sind nicht immer einmalige Ereignisse, die dieses auslösen, wie z.B. Krieg, Gewalt usw. Es können auch (vor-) geburtliche Ereignisse oder Ereignisse in den ersten 3 Jahren in der Entwicklung eines Kindes sein, die die Sicherheit desselben gefährden, ohne dass es den Eltern selbst bewusst ist (weil z.B. ein Elternteil selbst traumatisiert sein könnte) – Entwicklungstrauma genannt.

HSP (Elaine Aron, Ilse Sand, Tom Falkenstein)

Hochbegabung

Mutismus

Arno Gruen (alle Bücher)

Bindungsstörungen (Schutzgarten, Buch: Liebe & Bindungsangst)

Angst, Panikattacken, Prüfungsangst

Jonice Webb, CEN (Running on Empty)

Gopal Norbert Klein (Lokale Gruppen)

Buch: Entwicklungstrauma heilen (Heller, LaPierre)

Epigenetik, Kriegskinder

Wie weiter? Ganz einfach: Gute Selbstfürsorge, Kontakt zu anderen Menschen (sich selbst mitteilen, SEIN) und neue Erfahrungen (alte Erfahrungen überschreiben, TUN).

Körpertherapie (reine Gesprächstherapie kommt nicht an die tiefen Schichten des Nervensystems ran!), Sport, Musik, Natur, GfK, EFT, Alexander-Technik, Kreativität, das Eigene nach Außen bringen, Singen, Kontakt mit lieben Menschen, für mich selbst da sein und da bleiben, gute Selbstfürsorge, Selbstmitgefühl (Kristin Neff), Schreiben (Stephan Konrad Niederwieser), sich mitteilen in lokalen Gruppen

Durch Monnem schwimme – oder: wie ich mich in Mannheim zurechtschwimme :-)

Die liebe Sabine Dinkel verweilt gerade in Mannheim – und mir kam sofort meine bis jetzt brachliegende Idee wieder in den Kopf, das System der Mannheimer Quadrate aufzuschreiben, so wie ich es mir merke. Am liebsten Frühstücken gehe ich im Café Novus (M4, 1), weil sich davor ganz praktisch ein kleiner Parkplatz befindet (M4a). Die Adressangaben sind schon etwas gewöhnungsbedürftig, wenn man nicht ganz so oft zu Besuch kommt.

Es ist ganz einfach. Indem man nämlich durch Mannheim hindurchschwimmt ;-)))

Viele Hochsensible sind Bilderdenker. Bis jetzt konnte mir noch kein Mensch (auch kein Monnäma) die Durchzählung und -nummerierung der Quadrate erklären geschweige denn als Bild beschreiben.

Ich starte immer am Schloss und bewege mich mit dem Bruststil vom Schloss weg.

Los geht’s mit Al Bundy. Also mit seinem Vornamen. Das erste Quadrat links startet mit A, das rechts davon startet mit L.

So – alle Quadrate hinter A gehen weiter mit B, C, D, … Das gleiche für L: M, N, O…

Jeder A-Block wird nach links durchgezählt. Beginnend bei A1, A2, usw.

Jeder L-Block wird nach rechts durchgezählt. Beginnend bei L1, L2, usw.

Jetzt kommt die Armbewegung des Bruststils ins Spiel. Eigentlich sind wir ja schon mittendrin 😉 Nach vorne sind wir schon gegangen, zur Seite auch. Jetzt ist der Armzug als Ganzes wichtig – nämlich bei der Häusernummerierung.

Die beginnt jeweils vorne im Block mit der 1 und alle anderen Zahlen folgen dann dem entsprechenden (mit oder gegen den Uhrzeigersinn führenden) Arm. Die A-Quadrate werden also gegen den Uhrzeigersinn durchnummiert, die L-Quadrate mit dem Uhrzeigersinn.

So – das wars. Total easy für mich, sobald ich ein Bild vor Augen habe. Dann finde ich demnächst das Café Fräulein Schiller auch ganz einfach – das schwimmt nämlich in Quadrat B2, 11.

Ein schönes Wochenende Euch!

Liebe Grüße, Julia

Eiskristalle…

…säumten heute den Weg meines letzten Laufs im Jahr 2016. Ich nahm mir nicht zu viel vor – nur ein knappes Lauf-ABC mit ein paar Höhenmetern. Das Raclette heute Abend habe ich mir nun verdient 😉

Das Beste heute? Ich habe den schönsten Stacheldraht gesehen, den die Welt zu bieten hat – am Weinberg hat sich die Natur etwas ganz Besonderes ausgedacht. Um die gespannten Eisendrähte an den Reben haben sich Eiskristalle aus Raureif gebildet und zwar so wild durcheinander und ganz zackig daherkommend, dass das Ganze tatsächlich wie ein Stacheldraht aussah. Teilweise hat man die sogenannten Dendriten auch nur in eine Richtung wachsen sehen – ein unglaubliches Schauspiel der Natur. Ich habe gelernt, dass diese Dendriten in die Richtung wachsen, wo die Luft herkommt (luvseitig), da dort höhere Luftfeuchtigkeit besteht als im Lee. Interessant!

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Eisiger Stacheldraht (Mit freundlicher Genehmigung von „Dankeschoen“, siehe unten)

Faszinierend und wunderschön! Leider habe ich kein Foto gemacht (erst einen Tag später, siehe unten), sondern habe den Augenblick einfach nur genossen – denn nicht nur die Reben waren mit Eiskristallen überzogen, auch die Wiesen, Bäume und ganz witzig waren die dick daherkommenden Spinnweben, die normalerweise ganz filigran erscheinen.

Ein wahres Winterwunder war das heute und ein ganz wundervoller Abschluss des Jahres 2016.

Ich danke euch allen, die ihr so fleißig an meinem Blog teilhabt – ob lesend oder schreibend.

Ich wünsche euch für das kommende Jahr alles Gute, viel Glück, vor allen Dingen Gesundheit und ein gutes Gespür für euch selbst 🙂

Liebe Grüße,
Julia

PS: Hier ein Bildernachtrag 1 Tag später – leider nicht mehr ganz so filigran, aber immer noch wunderschön! Und nein, es hat nicht geschneit – dem Raureif sei dank 🙂

Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Narzissmus und Hochsensibilität…

…und was hat das alles mit Selbstliebe zu tun?

Diese Frage beantwortet uns auf sehr differenzierte Art und Weise Oliver, der ebenfalls einen Blog über Hochsensibilität betreibt.

Sehr verständlich geht er auf die vermeintlichen Gemeinsamkeiten von Hochsensiblen und Narzissten ein – mir selbst kamen dabei sehr viele Aha’s über die Lippen.

Das Lesen dauert ungefähr 15 Minuten – aber aufgepasst: der Text ist sehr dicht geschrieben und wird noch lange Zeit nachwirken. Bei mir mindestens noch die ganze nächste Woche 😉

Lieben Dank an Oliver, der sich die große Mühe gemacht hat, all seine Gedanken und Erkenntnisse mit uns zu teilen.

Euch allen wünsche ich eine schöne Adventszeit und morgen einen guten Start in die neue Woche, Julia

Mit der Machete im Annahmen-Sumpf: Ein Survival-Guide für Hochsensible

So – ich hab die Schnauze voll! Dieser Annahmen-Sumpf treibt mich noch in den Wahnsinn!!!

Das tapfere Nasenfräulein auf dem Beitragsbild stammt übrigens aus der Feder von Sabine Dinkel. Einen ganz lieben Dank an Dich!!!
Sabine hat nicht nur ein Talent fürs Zeichnen, sondern auch ein Talent, um Hochsensiblen wirksame Alltags-Tipps an die Hand zu geben, und das auf ganz liebe- und humorvolle Art und Weise. Sehr zu empfehlen!

Aber weiter im Text… Hier nun ein klitzekleiner Auszug aus meinem aktuellen Annahmen-Sumpf:

Annahme 1: Wenn ich noch länger mit meinem nächsten Blogbeitrag warte, dann will gar keiner mehr meine Beiträge lesen bzw. meinem Blog folgen. So nach dem Motto: „Die macht ja gar nix mehr. Pfui.“

Annahme 2: Wenn ich mir jetzt selbst Druck mache und heute unbedingt den Beitrag schreiben möchte, den ich schon seit Ewigkeiten im Kopf habe, dann fehlt mir die Kreativität und die Muße, die ich eigentlich bräuchte, damit es ein richtig guter Beitrag wird. <Ironie> Hallo Perfektion – schön, dass du auch mal wieder da bist. </Ironie>

Annahme 3: Wenn ich heute keinen Beitrag zustande bekomme, dann wird das nie was. <Ironie> Oh schön, die Pauschalisierung ist auch wieder mit im Boot – Guten Tag!“</Ironie>

Annahme 4: Ich habe schon so viele Kommentare und Ideen zu diesem Annahmen-Beitrag auf kleine Zettelchen geschrieben, dass es ein Ding der Unmöglichkeit ist, diese Gedanken strukturiert und nachvollziehbar aufzuschreiben. Das wird ein chaotischer Beitrag werden. Böh.

Kennt ihr das? Bei mir rattern am Tag die Annahmen auf Hochtouren nur so durch den Kopf. Immer und zu jeder Situation sind sie präsent – ob bewusst oder unbewusst. Manchmal hindern mich Annahmen auch daran, Dinge aktiv anzugehen. Schade eigentlich.

Seitdem mir bewusst ist, wie sehr mich dieser Annahmensumpf lähmt, blockiert und mich energielos hinterlässt, war mir klar, dass ich diesem Themenkomplex einen Beitrag spendieren muss.

Zuvor sei gesagt: Annahmen haben natürlich auch etwas Gutes. Sie erlauben mir, mich auf Situationen in der Zukunft vorzubereiten und so auf viele Eventualitäten reagieren zu können. „Geistig probehandeln“ nennt dies Petra Tomschi (HS-Coach). Man ist dann auch gedanklich in der eintretenden Situation flexibel, wenn man einen Plan B, Plan C oder was auch immer noch im Hinterkopf hat. Und es wirft einen auch nicht mehr so viel aus der Bahn. Wenn man in Gedanken den Ausgang einer Situation durchspielt, dann ist der Adrenalinausstoß in der eigentlichen Situation nicht mehr so hoch. Hochsensible mögen es nicht immer, überrascht zu werden.

Trifft man allerdings im Vorfeld zu viele Annahmen (wozu viele Hochsensible tendieren), dann kann es sein, dass man in der eintretenden Situation nicht mehr locker agieren kann, da der Kopf zu überfrachtet ist mit herumwuselnden Annahmen und so bei Überraschungen (angenehmer als auch unangenehmer Natur) nicht mehr natürlich reagiert. So, wie man eigentlich reagieren würde, hätte man nicht diese vielen Gedanken im Kopf. Im schlimmsten Fall kommt es dann tatsächlich zur selbsterfüllenden (Annahmen-) Prophezeihung.

Ein solcher Annahmen-Sumpf kann einen sehr schnell in die Überstimulation führen. Ein Domino-Effekt. Eine Annahme folgt auf die andere. Man fühlt sich allein durch seine eigenen Gedanken überwältigt. Na prima. Man ist für spontane Situationen nicht mehr offen und kann nicht mehr intuitiv reagieren.

Wenn man sich überwältigt fühlt, dann rutscht man von pro-aktivem zu re-aktivem Verhalten. Man nimmt sein Umfeld nur noch wahr und reagiert nur noch darauf. Man fällt sozusagen von einer aktiven in eine passive Rolle. Von Selbstbestimmtheit und -gestaltung keine Spur. Man schränkt sich selbst ein und verliert Intuition und seinen Gestaltungsspielraum.

Jetzt kommt die Machete ins Spiel. Jeder Hochsensible im Annahmen-Sumpf hat eine Machete in der Hand. Die Frage ist nur, ob man sie zu nutzen weiß.

Des Rätsels Lösung: von re-aktiv wieder zurück zu pro-aktiv. Schwingt die Machete und kämpft euch ans Ufer – dort seid ihr wieder handlungsfähig, habt besseren Zugang zu eurer Kreativität und Intuition und könnt wieder beschwingter durchs Leben gehen. Haha, so einfach ist es leider nicht – schön wärs, deshalb hier ein Versuch, wie man sich selbst am Schopfe packt und sich aus dem Sumpf befreit. Wichtig: Das Ganze stellt einen Veränderungsprozess dar und braucht Zeit. Es sind also Übung und Geduld gefragt.

Schritt 1: Anker setzen.

Es gibt Situationen, in denen ich schon so gelähmt, regungslos und voller Überstimulation bin, dass ich gar nicht mehr merke, im Annahmen-Sumpf gelandet zu sein. Eine ganz blöde Situation, denn ich komme gerade selbst nicht dazu, den Anker zu werfen. Mir der Situation bewusst zu werden. Eigentlich fatal. Es sollte sich jeder eines Tricks bewusst sein, sich selbst an diesen Umstand zu erinnern. Man kann natürlich einen nahen Menschen einweihen, der einen ab und an danach fragt, ob man wieder im Sumpf gelandet ist – aber den hat man ja nicht ständig um einen herum. Besser wäre es doch, man hätte einen Anker, der einen daran erinnert, ob man nicht unbewusst wieder den Annahmen-Sumpf durchwatet. Bei mir müssten diese Anker auch etwas flexibler sein – denn ein Anker über eine Woche am gleichen Ort wird bei mir zu einem unsichtbaren Anker.

Ich werde mir deshalb das Wort „Sumpf“ oder „Machete“ oder was auch immer auf einen PostIt-Zettel schreiben und diesen irgendwohin hängen, wo nur ich ihn regelmäßig zu Gesicht bekomme. Sei es mein Geldbeutel, mein Nachttisch, mein Smartphone, meine Gesichtscreme, … Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt 😉

Wenn ich merke, dass dieser Zettel meinen Kopf nicht mehr zum Reflektieren anregt, dann muss ein neuer Begriff her oder der Zettel muss an einen anderen Platz gehängt werden. Julia – du führst dich gerade selbst hinters Licht – das gefällt mir sehr gut, hihi 🙂

Perfekt – der Anker ist also gesetzt. Weiter geht’s.

Schritt 2: Die Machete nach oben schwingen.

Einige Hochsensible weisen eine Trägheit in der Tempoanpassung auf. Was bedeutet das? Ist man schon länger im Sumpf unterwegs und in einem lähmenden und langsamen Tempo, dann muss man erstmal wieder auf ein höher getaktetes Tempo kommen. Das geht auch von der anderen Seite: Hat man einen anstrengenden Arbeitstag hinter sich, mit vielen Meetings, Menschen und Gesprächen, hat viel organisiert, dann ist man auf einer schnellen Ebene unterwegs. Zuhause angekommen ist es für mich dann nicht möglich, mich sofort auf die Couch zu setzen und abzuschalten. Ich muss mein Tempo dann erstmal langsam herunterfahren – eine Art Decrescendo bzw. Ritardando machen – damit sich mein Körper und meine Seele wieder zu ihrem ureigenen Tempo zurückfinden. Denn nichts leichter für Hochsensible, als sich dem Tempo ihres Umfelds anzupassen 😉 Die Anpassung ist zwar bequem, aber auf Dauer nicht gesund.

So – ich komme jetzt zurück zur Machete. Die habe ich ja noch in der Hand und die hängt immer noch nach unten, nicht einsatzbereit. Es kostet mich jetzt etwas Überwindung und Energie, um den Impuls zu setzen, um sie nach oben zu schwingen. Ist die Machete erstmal in Bewegung, dann ist der Rest nicht mehr so schwer, wie man ihn sich vorgestellt hat.

Wie komme ich nun im Sumpf in Bewegung? Indem ich meine re-aktive Position in eine pro-aktive Position bringe. Aber nicht auf einen Ruck sofort etwas Weltbewegendes machen wollen, sondern in kleinen Schritten vorgehen. Auch darf das Tempo langsamer sein als sonst – ganz wichtig: erlaubt euch in dieser Phase euer eigenes Tempo und erlaubt euch, geduldig zu sein. Seid ganz in diesem Moment.

Nach dem Motto: „Der Weg entsteht im Gehen.“ (Antonio Machado)

In dieser Phase konzentriere ich mich z.B. auf eine ganz einfache Sache im Haushalt (die mit meinen eigentlichen Gedanken und Annahmen nicht unbedingt zu tun hat), z.B. die Tasse auf dem Wohnzimmertisch in den Geschirrspüler räumen, oder ein Sudoku lösen, oder meine Klopftechnik anwenden (EFT), oder einen Spaziergang machen, oder… Hier muss auch jeder für sich selbst herausfinden, ob diese Initialtätigkeit etwas Körperliches oder Mentales sein darf. Bei mir funktioniert beides 🙂

Schritt 3: Sich der Annahmen bewusst werden (sich bewusst werden, dass einen gerade zu vieles lähmt)

Das Gute in dieser Phase ist, dass man bereits die ersten beiden Phasen hinter sich hat – denn diese sind – zumindest für mich – gefühlt die anstrengendsten. Wenn man mal in Bewegung gekommen ist und allmählich zu seinem Eigentempo gelangt, dann ist das Bewusstwerden eigener Annahmen nicht mehr all zu schwer.

Hat man in dieser Phase Schwierigkeiten, sich im Kopf der Annahmen bewusst zu werden, dann kann man z.B. mit jemand Vertrautem über diese reden bzw. sich die Annahmen auf ein Blatt Papier schreiben. Für mich selbst ist es wichtig, ab und an per Hand etwas zu schreiben, dann ist mein Fokus besser bei der Sache als wenn ich nur tippseln würde.

Schritt 4: Annahmen validieren und versumpfen lassen (haha, da muss ich selbst lachen; Annahmen auflösen ist natürlich gemeint)

Nun schwingt eure Machete und kämpft euch durch den Sumpf! Eine Annahme nach der anderen klopfe ich nun auf ihren Wahrheitsgehalt ab und frage, ob dies tatsächlich so stimmt oder ob es mir überhaupt etwas bringt, diese Annahme beizubehalten. Denn manchmal haben Annahmen in der Tat ihre Daseinsberechtigung.

Es kann auch durchaus sein, dass ich beim Überprüfen meiner Annahmen mich aus meinem Schneckenhaus bequemen muss und auf andere Menschen zugehen muss, um mich abzusichern bzw. um klärende Fragen zu stellen. Aber das gehört zum Prozess dazu und hinterher ist man erleichtert.

Denn wie gesagt – die Tempoträgheit spielt hier eine große Rolle. Habe ich schon lange keinen Kontakt mehr zu meinem sozialen Umfeld gehabt und mich schon etwas isoliert, fällt es mir initial umso schwieriger, wieder einen Anfang zu machen. Aber das ist ganz normal. Hat man den Anschluss wieder gefunden bzw. hat man sein eigenes Tempo wieder gefunden, erledigen sich viele Sachen wieder wie von selbst.

Hier zwei Beispiele, wie man Annahmen abklopfen und sogar in positive Energie umwandeln kann.

Annahme 1: Ein guter Blogbeitrag kann nur dann entstehen, wenn ich selbst gut drauf bin und ich alle möglichen Details zum Thema gesammelt bzw. aufgeführt habe.
Reality-Check: Ist das wirklich so? Hm, eigentlich nicht, denn viele meiner Blogbeiträge sind erst dann entstanden, nachdem ich eine gewisse Not durchlitten hatte.
Hürde/Risiko: Ich vergesse wichtige Details.
Chance: anderen und mir selbst zu helfen, in ihrer/meiner Weiterentwicklung voranzukommen

Annahme 2: Ein komplexer Blogbeitrag kann nur dann angefangen bzw. zu Ende gebracht werden, wenn man im Vorhinein sämtliche Verschachtelungen und Verwirrungen durchdacht hat.
Reality-Check: Hm – man kann auch einfach mal loslegen und schauen, was einen erwartet und was sich ergibt.
Hürde: Die Mauer des Beginnens zu durchbrechen und evtl. tatsächlich in eine Sackgasse laufen.
Chance: Es können einem beim Schreiben noch neue Ideen (oder selbstgemalte Bilder 😉 ) kommen und am Ende hat man womöglich einen schönen, gelungenen und runden Blogbeitrag.

Fazit: Die wahre Kunst ist es, zu erkennen, dass man sich im Annahmen-Sumpf befindet und sein eigenes Tempo und seine eigene Weise des Seins wiederherstellt.

In diesem Sinne wünsche ich euch ein schönes Wochenende und wirksame Schwünge mit eurer Machete.

Chacka!

PS.: Wie sich unaufgelöste Annahmen verstricken und zu einem impulsiven Verhalten weiterentwickeln können (wenn man seine Annahmen unreflektiert annimmt) hat auch Kommunikationsforscher Paul Watzlawick mit der Geschichte vom Hammer auf den Punkt „geklopft“. Findet die Annahmen in der Geschichte 😉

Das Chamäleon in der Schublade…

…nun, das bin ich!

Anlass, diesen Beitrag zu schreiben, gab mir ein Bekannter, dem ich von meiner Hochsensibilität erzählt habe. Er wunderte sich sehr, warum ich mich überhaupt mit diesem Etikett behaften würde? Warum ich mich in diese Schublade einordnen würde? Denn ich bin ich – in meiner Gesamtheit. Das stimmt wohl auch – aber irgendetwas rumorte in mir drinnen. Warum versteht dieser Mensch meine Gedanken nicht? Mich in die Schublade der Hochsensibilität zu stecken hat mir geholfen, meine wirklichen Bedürfnisse zu erkennen – zu erkennen, was ich wirklich brauche. Zu erkennen, wie ich selbst ticke, wieso ich so bin wie ich bin und warum ich in früheren Situationen anders reagiert habe als andere. Mein Selbstverständnis ist durch die Erkenntnis hochsensibel zu sein, enorm gestiegen. Und ich habe gelernt, mir selbst zu verzeihen wenn etwas mal nicht so klappt wie es sollte. In mir kam ein Stein der Selbstakzeptanz ins Rollen –  hey, du bist nicht mehr allein, es ist gut so, wie du bist und es ist gut so, wie du schon immer warst. Dies tröstet einen ungemein – und das tut unwahrscheinlich gut. Das ist der sogenannte Gebirgsketteneffekt bei Hochsensiblen, wenn einem durch die Erkenntnis der Hochsensibilität hunderte Steine vom Herzen fallen.

Ich bin das Chamäleon und ich hänge irgendwie in der Schublade Hochsensibilität fest. Irgendwie. Denn im Laufe des Tages muss ich noch in andere meiner Schubladen klettern – je nachdem, mit welchem anderen Schubladenkonstrukt (der Mensch mir gegenüber) ich es zu tun habe, wechsle ich auch meine Farbe. Mal werde ich rot, grün, gelb, quietschgelb, bunt und natürlich blau 🙂 Aber im Moment klettere ich noch recht oft in die Schublade der Hochsensibilität zurück, da ich dort immer noch sehr viel Neues und Interessantes erfahre. Und auch Dinge weitergeben kann.

Da ich multipassioniert bin, habe ich selbst relativ viele Schubladen konstruiert, um meine Mitmenschen einordnen zu können – das denke ich zumindest. Und ich denke auch, dass ich eine Schublade habe, auf der gar nichts draufsteht. Das ist eine Art generische Schublade wenn ich nicht weiß, wie ich eine gewisse Eigenschaft eines anderen einordnen kann, von der ich noch nicht allzu viel weiß oder ich sie vorher nicht kannte. Dann kann es sein, je mehr dieser Leute mit der Eigenschaft ich treffe oder je länger ich mit diesem Menschen zu tun habe, dass ich mir eine neue Schublade baue, die z.B. heißt „Gedankenverschwurbler“ (danke Sabine für dein kreiertes Wort). Oder „Wasserverabscheuer“. Oder „erdgasbetriebene-Autos-Liebhaber“. Was auch immer.

Das Gute an diesen Schubladen ist, dass ich ungefähr weiß, wie ich meine Farbe wechseln muss, um mit diesem Menschen zu kommunizieren. Je nachdem, wen ich vor mir habe weiß ich, welchen Ton ich anschlagen kann, in welcher Lautstärke ich rede, ob ich hochdeutsch oder im Dialekt sprechen kann, ob ich wild gestikulieren kann oder am besten reizarm spreche, ob ich blumig oder trocken rede, ob ich witzig sein kann oder eher ernsthaft. Warum die Farbe wechseln? Nun, ich wechsle nicht immer die Farbe. Sehr oft bin ich einfach nur blau. Blau das bin ich. Aber je nachdem, mit wem ich zu tun habe und welches Ziel ich erreichen möchte kann es sein, dass ich kurzfristig wechseln muss. Das Wechseln der Farbe erleichtert die Kommunikation um ein Vielfaches. Und ich merke immer mehr, dass sich Menschen wohlfühlen, wenn sie mit mir zu tun haben bzw. mit mir reden – sofern es mir gut geht und ich mich nicht in der Überstimulation befinde 😉

Ich erkenne nach einer gewissen Zeit, welches Schubladenkonstrukt mein Gegenüber besitzt (das meine ich zumindest, und ich habe das Gefühl, dass ich das besser kann als manch anderer, hüstel) und kann mit dem Wechseln meiner Farbe diese Schubladen bedienen. Das hat zur Folge, dass sich mein Gegenüber mir öffnet – er versteht mich, ich verstehe ihn. Ich kann viel mehr aus den Leuten herausholen und Interessantes erfahren, wenn ich ihre Sprache spreche. Ich erkenne – zumindest ungefähr – welches Bedürfnis mein Gegenüber gerade verspürt bzw. welche Talente ihn ausmachen. Und manchmal hilft es auch einfach nur zuzuhören – kurz Rückfragen, um das Schubladenkonstrukt vom anderen in mir selbst zu justieren – oder einfach nur da zu sein. Achtung: Das Ganze hat nichts damit zu tun, dass ich mich selbst verbiege für andere. Das wäre Selbstverrat.

Tja, welches ist nun aber meine eigene Sprache? Diese gibt es tatsächlich. Und ich habe auch eine Grundfarbe. Blau. Aber diese Eigenschaften von mir kennen nicht viele. Denn viele Menschen hören nicht zu, sie wollen irgendwelche Dinge erreichen, ihre Bedürfnisse befriedigen, was auch immer… Aber die wenigsten haben ein Interesse daran zu erfahren, wer und wie ich wirklich bin. Das macht mich allerdings in keinster Weise traurig und soll jetzt auch nicht negativ oder abwertend daherkommen – denn oft brauche ich etwas Zeit um mich tatsächlich zu öffnen und für manche bin ich dann einfach doch zu tiefgründig und gedankenverschwurbelt 🙂

Glücklicherweise erkenne ich andere Chamäleons, oder auch andere Echsen, die ihre Farbe nicht wechseln aber trotzdem interessiert sind, mittlerweile recht gut. Und ich öffne mich immer schneller diesen Menschen gegenüber, ich kann mich immer besser artikulieren indem was mich ausmacht – und da bin ich mittlerweile wirklich stolz drauf. Zumindest ist das meine eigene Beobachtung, es schauen viele nicht mehr ganz so verdutzt wenn ich von Schubladen spreche, die sie gar nicht kennen („wie, du hast keinen Fernseher?!?“ – da rattert es dann in den Schubladen 😉 ). Liegt vielleicht auch am Türkis oder am Hellblau, welches ich dann gerade angenommen habe. Wirklich tiefblau erleben mich nur die wenigsten. Ich glaube, nur andere Chamäleons (Soul Mates, Kindred Spirits, …) sehen mein wirkliches Blau. Interessant, oder?

Das Wechseln zu einer anderen Farbe kostet Energie – je länger ich in einer anderen Farbe verweile, desto länger bin ich von mir selbst entfernt und desto erschöpfter und ausgelaugter fühle ich mich (irgendwie ähnlich dem Ring in „Der Herr der Ringe“). Ich muss dann wieder in meine blaue Welt zurück und auftanken. Die Erkenntnis, dass es eine blaue Welt gibt, und dass diese für mich stimmig ist, habe ich Elaine Aron zu verdanken. Sie hat die Schublade der Hochsensibilität konstruiert.  Auftanken: Am besten für mich alleine oder mit anderen Chamäleons. Denn sobald um mich herum etwas geschieht, sind meine Sinne geschärft und ich muss schauen, ob ich die Farbe wechseln muss. Aber wieso denn die Farbe wechseln? Sei doch einfach du selbst! Tja – wenn ich genau dies tun würde, dann würden sämtliche Schubladenkonstrukte der „Normalos“ (was auch immer „Normal“ bedeutet) über mich gestülpt werden. Wie hättet ihr mich denn gerne? Schubladenkonstrukt A. Oder Schubladenkonstrukt B?

So erkläre ich mich lieber selbst, indem ich ansatzweise erkenne, welche Schubladenkonstrukte mein Gegenüber hat und versuche, so gut es geht mit diesen zurecht zu kommen und diese zu bedienen, ohne dass ich mich allzu sehr verbiegen muss (da ich meine Bedürfnisse trotzdem noch formuliere, aber in einer anderen Farbe).

Und wenn ich merke, dass mir mein Gegenüber entweder für längere Zeit sein Schubladenkonstrukt überstülpen möchte oder nicht auf meine eigenen formulierten Bedürfnisse eingeht – muss ich Konsequenzen ziehen. Entweder ich gebe nach und entscheide mich bewusst für dessen Schubaldenkonstrukt (was ich niemals tun würde!) oder ich nehme zu diesem Menschen einen großen Abstand und halte mich nur so lange bei ihm auf, wie es tatsächlich nötig ist.

Aber soll ich euch etwas verraten? Im Moment fühle ich mich recht blau, da mir meine Geschichte selbst sehr gut gefällt – ein schönes Gefühl 🙂

Euch alles Gute und bis bald,
Julia

Nachtrag: Vielleicht eignen sich Hochsensible besonders als Vermittler zwischen verschiedenen Schubladenkonstrukten? Hochsensible, die Schubladen-Mapper – hehe 😉 Kein Wunder, warum Hochsensible für das Gruppenklima (wo auch immer) als besonders wertvoll angesehen werden…