Archiv der Kategorie: Kreative Ecke

Fühliger Weihnachtswürfel

Falls jemand von euch ein besonderes und verbindendes Weihnachtsgeschenk braucht, für den habe ich einen Würfel gestaltet. Und sogar einen aus Holz :-)))

Anschauen und bestellen könnt ihr ihn bei einem ganz lieben und zuverlässigen Handwerker, mit dessen Hilfe ich meine Kreation verwirklicht habe:

https://shop.holz-kreativ.eu/webshop/gef%C3%BChlsw%C3%BCrfel

Danke, Georg!

Dieser Würfel lässt sich überall hin verschenken, wo es um Begegnung zwischen Menschen geht. Vor allem im Moment sollte jedes Paar, jede Familie, jedes Pflegeheim, jedes Krankenaus, jede Schule, … diesen Würfel haben.

Liebe Grüße und euch allen noch einen schönen November,

Julia

Ent-knautscht

in memoriam Sabine Dinkel 🙂 *mit freudigem und herzlichem Wink nach oben…*

Vorhin auf dem Weg zurück von meiner Alexander-Technik-Stunde kam mir das Wort „Ent-knautscht“ in den Sinn. Ich fühle mich danach immer so stimmig und ent-knautscht.

Setzt voraus, dass der Körper irgendwann einmal gelernt hat, sich zu zer-knautschen.

Und das wiederum ließ mich sofort an die liebe Sabine Dinkel erinnern, die vor ein paar Jahren meinen Blogbeitrag mit dem Knautschball gelesen und in ihrem Buch „Hochsensibel durch den Tag“ erwähnt hat. Ich denke immer noch mit Freuden an diesen sehr bereichernden und wertvollen Austausch zwischen uns zurück.

An diesen Knautschball musste ich jetzt wieder denken. Und kann ihn nun unter einem zusätzlichen Aspekt betrachten. Damals habe ich ihn rein mit der Reizüberflutung eines Hochsensiblen in Verbindung gebracht. Und nun bin ich – dank der Polyvagaltheorie – in der Lage, den Transfer auch zu jedem Menschen zu machen – nicht nur zu den Hochsensiblen.

Ein jeder Mensch in unserer Gesellschaft wird durch viele Einflüsse seiner Umwelt in eine gewisse Form gebracht, er wird geformt. Das ist erstmal eine ganz neutrale Formulierung – jedoch kann ich durch die vielen Erfahrungen und Beobachtungen in den letzten Monaten und Jahren sagen, dass diese Formung leider eine Zer-Knautschung darstellt. Wer z.B. die Bücher von Arno Gruen gelesen hat, weiß ganz genau, was ich meine.

Mit jeder Erfahrung, nicht sich selbst sein können und dürfen, speichert der Körper diese Erfahrung bzw. Nicht-Erfahrung als eine Ladung bzw. Spannung im Körper ab. Das kann wirklich rein physiologisch betrachtet werden – der Mensch sammelt also im Laufe des Lebens solche Zer-Knautschungen bzw. Nicht-Entfaltungen an (wenn z.B. Aspekte von ihm nicht gesehen werden bzw. auch Einstimmung auf Bedürfnisse fehlt).

Durch die Polyvagaltheorie von Stephen Porges ist mittlerweile auch bekannt, dass 80% der Nervenstränge des ventralen Vagus vom Körper zum Gehirn verlaufen und nur 20% vom Gehirn zum Körper – kein Wunder, warum immer mehr Fachexperten dazu plädieren, unbedingt auch Körpertherapie einzubinden, falls ein „Problem“ auf mentaler Ebene festgestellt wird.

Tatsache ist, dass der Zustand des Körpers (!) die eigene Gedankenwelt einfärbt. Nicht umsonst gibt es den Spruch, dass man den eigenen Gedanken nicht zu viel Bedeutung beimessen sollte.

Dank der Arbeit von Gopal Norbert Klein wurde ich mir all dieser Dinge sehr schnell bewusst und weiß nun genau, worauf ich achten muss.

Und Dank der Autobiographie von Arno Gruen weiß ich, dass es die Alexander-Technik gibt. Und so bin ich jetzt schon über ein Jahr der Ent-Knautschung meines Körpers auf der Spur und das fühlt sich verdammt gut an :-)))

Na ja – ein bisschen Flunkern ist hier schon dabei. Es fühlt sich nicht nur gut an – sondern manchmal auch sehr ungewohnt. So ungewohnt, dass ich das am liebsten eigentlich wieder ganz schnell wegdrücken würde – jedoch ist das Teil des Neulands, der durch die Ent-Knautschung freigelegt wurde. Und diese Erkenntnis fühlt sich auch wieder verdammt gut an :-)))

Also irgendwie verdammt gut, das alles :-)))

Euch allen wünsche ich einen ent-knautschten November mit ganz viel Licht im Innen und Außen!

Liebe Grüße, Julia

PS.: Mein Buch-Tipp zum Thema.

Man gebe dem Trampeltier ganz viel Konfetti – Törööö!

Und jetzt bin ich erstaunt. Vor 2 Minuten wusste ich noch gar nicht, dass jetzt ein Blogbeitrag entstehen würde. Und dann noch solch ein Titel! Lasst euch also überraschen, so wie ich jetzt auch.

Es begann letzte Woche im Gesprächskreis für Hochsensible. Wir treffen uns einmal im Monat – und gerade in der jetzigen Zeit ist direkter Kontakt so wichtig wie noch nie (außer natürlich in den ersten 3 Lebensjahren 😉 ).

Da ich im Moment eine sehr gute Wahrnehmung auf der Meta-Ebene habe (was macht das Vordergründige im Innern mit mir, welche inneren Filme laufen ab) und ich diese Ebene auch ausgedrückt bekomme, ist mir bei der Abschlussrunde ein wunderbares Bild gekommen. Ich sagte, dass ich mich gerade unsicher fühle, weil ich mir manchesmal wie ein Trötifant im Porzellanladen vorkomme – also dass ich vor lauter Begeisterung andere in der Kommunikation überfahre – und ein anderes Mal ziehe ich mich zurück wie eine Maus ins Mauseloch und luge nur noch ab und an hinaus.

Das beschreibt 2 Extreme, 2 Pole, zwischen denen eine Linie zu verlaufen scheint, deren Mitte ich wohl scheinbar noch nicht gefunden habe. Schwarz und Weiß.

Jedoch was liegt denn wirklich dahinter? Hinter diesem Bild und dieser beiden Extreme und dieser Linie mit ihren Graustufen dazwischen?

Nach einigen Tagen der inneren Verarbeitung wurde es mir schnell klar. Es ist meine Angst, in meinem lebendigen Selbstausdruck nicht wahrgenommen zu werden. Mit dieser Begeisterung nicht landen zu dürfen.

Und Lebendigkeit ist eben nun bunt. Schön und gut, dieses Bild mit den Graustufen. Ich will doch aber bunt sein und alle Farben leben dürfen – und nicht nur das Spektrum zwischen Schwarz und Weiß, zwischen Trötifant und Maus, zwischen hell und dunkel. Hier wird mir wieder klar, wie begrenzt unsere Sprache doch sein kann und nur im direkten Kontakt ein Hilfsmittel ist, um sich wirklich nahe zu kommen.

Auf der Gefühlsebene. Und die ist nunmal bunt.

Und hierfür braucht das Trampeltier nunmal ganz viel Konfetti 🎊 .

Damit auch in scheinbar grauen Zeiten durch einen inneren Impuls die eigene Lebendigkeit ganz echt nach außen getrötet werden darf.

Und was lerne ich daraus? Dass ich in sicheren Beziehungen genau das ausdrücken darf, was gerade da ist. Ansonsten geht es nicht voran und ich mache weiter mit dem Trampel- und Versteckspiel.

Im Kontakt mich zeigen und den anderen sehen. Siehst du mich? Sehe ich dich?

Wie bunt 🙂

Was für ein schönes Bild und was für ein schöner Beitrag. Mit ganz viel Herz 🙂

Einen sonnigen Herbsttag wünsche ich euch!

Reis I

Letztens im Biergarten stellte ein Kollege die Frage, wie wir denn unseren Reis kochen würden. Ich rollte schon die Augen – ja wie wohl?!? Wasser aufkochen, rein, warten bis das Wasser verkocht ist – ferdisch!

Auf einmal sagte einer: „Er brät den Reis vorher kurz in Öl an.“

Ähm… Ok… Und das schmeckt?!? Ja, sogar sehr gut.

Am Ende stellte sich heraus, dass dieser „Trick“ aus dem Schwabenland kommt.

Mein Topf kocht.

Fortsetzung folgt…

Innere Bilder…

…können schaden als auch hilfreich sein.

Ist das eigene innere Bild/Vorstellung aufgrund einer (evtl. unangenehmen) Erfahrung/Prägung der Vergangenheit entstanden? Eine Vorstellung davon, wie das Leben auszusehen hat?

Oder ist dessen Quelle die eigene Kreativität und Inspiration?

Der Körper weist den Weg. Wird es eng und unangenehm, so lohnt es sich, ein neues Bild zu „malen“. Fühlt es sich hingegen weit und weich an, so gehe man den Weg geradeaus weiter…

…vorbei an schönen Blümchen und lustigen MuhMuh‘s :-))) Letzteres ist übrigens der Name meiner Maske, da ich dieses Wort mittlerweile nicht mehr hören kann und das Tragen sehr nervig finde. Muh!

So! Und euch allen wünsche ich ein weiterhin schönes Wochenende!

Alles Liebe, Julia

Muh!

Herzensbildung

Ein Bild davon haben, wie ich aus dem Herzen heraus lebe.

Mein Herz sich immer weiter ausdehnen lassen, ihm Raum geben.

2 verschiedene Dinge.

Bild und Realität.

Anpassung und Individuation.

Stillstand und Entwicklung.

Degeneration und Wachstum.

Statik und Dynamik.

Fremdimpuls und Eigenimpuls.

Mir dessen bewusst zu sein, ist Herzensbildung.

Mensch!

Du darfst traurig sein.

Du darfst dich anvertrauen.

Du darfst dich öffnen – mit allem, was da ist.

Und du darfst Dinge zurückhalten.

So, wie es dir guttut.

Ich bin da. Für immer 🙂

Und du darfst so sein, wie du gerade bist.

Ich bin immer noch da.

Erobere die Welt auf deine Weise.

Zeig dich so, wie du wirklich bist. Das ermutigt andere, genau das gleiche zu tun.

Du darfst Gefühle zeigen. Das macht glücklich 🙂

Suche die Verbundenheit zu den Menschen.

Du darfst Dinge loslassen, die dir nicht gut tun. Sofort. Pronto.

Du darfst deine tiefsten Nöte mitteilen.

Schau genau hin. Auf den Kern.

Folge deinem eigenen Impuls.

Schaue auch nach den anderen und biete Hilfe an, wenn sie angebracht ist.

Lasse nach dir schauen und nehme Hilfe an, wenn du sie benötigst.

Dein Schmerz ist willkommen. Lass ihn da sein.
Deine Freude ist willkommen. Lass sie da sein.

Lass sein.

Herzenswunsch

Ihr Lieben! Ihr würdet mir einen Herzenswunsch erfüllen, wenn ihr euch die nächsten 1-2 Tage dafür (siehe Video) 10 Minuten Zeit nehmen könntet. Ein ganz lieber Mensch wird sich in aller Ewigkeit darüber freuen. Auch, wenn ihr Sabine nicht kennt. Vielleicht dann sogar umso mehr. Danke von Herzen!

Liebe Grüße, Julia

PS.: Sabine Dinkel hat unter anderem die Ratgeber „Hochsensibel durch den Tag“ oder „Krebs ist, wenn man trotzdem lacht“ geschrieben.

Karfreitag

Gerade lese ich im Buch „Der Fremde in uns“ von Arno Gruen folgende Zeilen:

„So begegnen wir in Peer Gynt der totalen Leere, einer Leere, die er, wie Hitler, mit großen Taten zu füllen glaubte. Am Ende möchte er allem entgehen, kann es aber nicht und trifft so auf den Tod, den Knopfgießer, der zu ihm sagt: ‚Du selbst warst du nie doch – …‘ Worauf Peer Gynt ihn fragt: ‚Was ist dieses <sein, der man ist>?‘ Der Knopfgießer: ‚Sei du selber, das meint: geh dir selbst an den Kragen.‘ …“

Diese Worte passen auf den heutigen Tag wie die Faust aufs Auge, oder eben wie Jesus ans Kreuz.

Karfreitag erinnert mich daran, dass es von großem Wert ist, meinem eigenen Schmerz zu begegnen. Erst recht in Momenten, in denen es im Außen recht chaotisch zugehen mag…

Ich erinnere mich an eine Bibelstelle, die für mich immer mehr Sinn zu machen scheint (obwohl ich bibeltechnisch überhaupt nicht versiert bin – ich habe allerdings seit einiger Zeit eine wunderschöne Bibel zuhause liegen – vor allem wegen der darin enthaltenen Chagall-Bilder ;-))) – Stichwort: Hochsensibilität und das Denken in Bildern):

„Kehrt um und glaubt an das Evangelium!“ – das hört sich nach einer 180-Grad-Wendung an. Von einem „von Außen nach Innen leben“ zu einem „von Innen nach Außen“. Und genau das kann mit großem Schmerz verbunden sein. Trennungsschmerz, weil ich Gewohntes loslasse oder der Schmerz darüber, wo ich erkenne, dass eine Lüge früher mal Wahrheit war.

Die 180-Grad-Wende eines großen Schiffes auf offener See kostet viel Kraft – aber sie richtet den Fokus wieder zurück auf den inneren Kompass. Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig, ein Bewusstsein darüber zu bekommen, was die Situationen im Außen mit einem selbst machen. Wahrnehmen, wie sich die menschlichen Begegnungen ändern und wie sie uns selbst verändern. Wieder lernen, zu empfinden. Was fühle ich wirklich?

In diesem Sinne: Einen schönen Karfreitag uns allen!

Liebe Grüße, Julia

PS.: Warum heißt es eigentlich Eva-ngelium und nicht Adam-elium?

PPS.: Das für mich Schönste am Wort ‚Schmerz‘? Es enthält ein anderes Wort. Nämlich das… 😉