Schlagwort-Archive: Hochsensibel

Der Frühling…

…ist auf dem Weg :-)))

Die Vögel merken das auch und sind vollkommen aus dem Häuschen. 🏡

Heute gab es ein wunderschönes Wolkenmeer am Himmel zu sehen, in das ich heute bei einem Spaziergang im Weinberg eingetaucht bin.

Alles Liebe und einen guten Übergang in die neue Jahreszeit wünscht Euch
Julia

 

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Hochsensible, die Perlentaucher der Humanität/Mitmenschlichkeit

Hallo zusammen,

ich bin gerade über den neuesten Blogbeitrag von Elaine Aron gestolpert. Sie schreibt über die Kraft der innere Ruhe, die in jedem von uns liegt.

Ihr Schreiben endet mit folgendem Satz:

„Since we HSPs are the pearl divers of humanity, we need to teach them at least to dog paddle!“

Viel Freude beim Lesen wünscht Euch
Julia

Auf Schatzsuche III (am Tag danach)

Mein Kopf fühlt sich verklebt an. Die Gedanken sind zäh. Das Denken funktioniert nur noch sehr langsam.

Ein Tag nach der Massenveranstaltung schreibe ich mir im Büro kurze Stichwörter auf gelbe Post-its, damit ich diese Gedanken und diesen Zustand ja nicht vergesse und Euch darüber berichten kann 😉

Ich weiß, dieser Zustand endet bald – zum Glück weiß ich das!!! (ansonsten könnte sich eine negative Gedankenspirale einstellen gepaart mit Angst, die wiederum einen inneren Reiz darstellt – aber nicht mit mir 😉 ) Ich genehmige mir nun Langsamkeit – andere Menschen merken das nicht. Nur ich – JEDE Bewegung wird langsam und bewusst ausgeführt – und auch das Denken. Wenn ich richtigen Muskelkater nach einem Marathon habe, dann kann ich am Tag danach auch noch nicht wirklich flüssig gehen oder Treppen steigen.

Diese Massenveranstaltung wirkt ähnlich wie eine längere Trainingseinheit beim Laufen. Am Tag danach fühlt sich alles etwas träger und schwerer an und man benötigt eine Sportpause.

Nun leite ich meine These für das Thema Hochsensibilität ab: Die Massenveranstaltung bedeutet einen enorme Reizflut für das Nervensystem eines Hochsensiblen. Einen Tag später spürt der Hochsensible einen Muskelkater im Nervensystem. Dieser Muskelkater setzt einige Zeit nach einer Phase ein, die von größerer und langer Reizflut geprägt war.

Ich nenne ihn den Muskelkater des Nervensystems.

Michael Jack, Vorsitzender des Informations- und Forschungsverbunds Hochsensibilität (IFHS), nennt ihn in einem aktuellen Zeitungsbericht den Nervenkater. Miau! 😉

Es dauert ein paar Stunden, bis sich wieder ein Gefühl der Balance einstellt. Bei mir fühlt es sich sehr angenehm und wie ein Prickeln im Kopf an. Erleichterung macht sich breit 🙂

Einen guten Start in die neue Woche wünscht Euch
Julia

Auf Schatzsuche II (direkt danach)

Hallo zusammen,

zuallererst möchte ich den lieben Menschen danken, die mir in meinem letzten Beitrag so viel mentale Unterstützung ausgesprochen und über ihre eigenen Erlebnisse berichtet haben. Ich danke euch von Herzen! Das zeigt mir, dass wir zum einen nicht alleine sind und zum anderen es unterschiedlichste Strategien gibt, um selbst an Massenveranstaltungen teilzunehmen und diese wirksam – für uns selbst und für die anderen – gestalten können.

Meine Ohren säuseln immer noch 😉 Ich war in einer riesengroßen Halle und mir war zwischendurch gar nicht bewusst, dass es doch tatsächlich etwas lauter war… Auf jeden Fall hat mein Gehörgang gerade etwas zu verarbeiten – mit dem hätte ich nun wirklich nicht gerechnet.

Eins muss ich jetzt gleich loswerden: Meine Schatzkiste ist übervoll :-))) Es fing schon morgens am Bahngleis an, als ich auf meinen Cousin traf, den ich schon länger nicht mehr gesehen hatte. Von einem Gespräch purzelte ich sozusagen ins nächste und es war überaus angenehm. Dadurch, dass ich mich auf meine Unterhaltung konzentrierte, blendete ich die Umgebung wohl aus – ich war gefühlt heute sehr oft im Flow.

Ich hatte allerdings schon Momente, wo ich lähmende Passivität herannahen sah – als ich das spürte, versuchte ich, genau in dem Moment den Schatz zu finden. Welchen auch immer. Ich versuchte, den Bezug zwischen mir und der Umwelt wiederherzustellen, in dem ich mich entweder vollständig auf mich konzentrierte und einen Bedürfnis-Check machte oder in dem ich mich mit einem Kollegen unterhielt, der neben mir saß – wenn auch nur kurz.

Es ist das Gefühl, Dinge nicht über mich geschehen zu lassen, sondern wirksam zu sein. Auch, wenn diese Wirksamkeit von Außen nicht zu sehen sein mag – auch das Konzentrieren auf sich selbst ist eine Aktivität – und das Spüren des eigenen Inneren und der eigenen Bedürfnisse hält einen lebendig bzw. führt einen in die Lebendigkeit.

Meine Schätze heute waren:

  • Ich blieb die ganze Zeit bei mir – Achtsamkeit war mein ständiger Begleiter.
  • Lebendige, unterhaltsame und gehaltvolle Gespräche
  • Reizbekömmliche Strategien, um die großen Schlangen beim Essen, bei der Ankunft und den Pausen zu vermeiden
  • Das Essen genossen (war wirklich lecker – gutes Frühstück, am Mittag Pulled Chicken, warmer Schokokuchen und gesunde Pommes 😉 ) –> obwohl sehr viele Leute außenrum waren, sind auch ständig vorbeigelaufen
  • Die Erkenntnis, dass es sich lohnt, etwas langsamer und bewusster als sonst zu bewegen und zu sprechen – das merkt niemand 😉
  • Die frische Luft in der Pause – erstmal raus und Füße vertreten
  • Die Mimik von den Menschen, nachdem sie eine ungewöhnliche Frage von mir gestellt bekommen haben
  • Das Bewusstsein, dass ich durch meine Strategien eine für mich ungewohnte Selbstwirksamkeit spüre – das ist ein wirklich befreiendes und wohltuendes Gefühl!
  • Ich bin in der Lage, mir Zeit bei der Kommunikation zu lassen. Das macht ein Gespräch – zumindest für mich – lebendiger, da ich so wirksamer rede und zuhöre. Das muss ich unbedingt auch in Situationen ausprobieren, wo ich gefühlt unter Druck stehe. Genau da hilft die gefühlte Langsamkeit…
  • Viele Menschen getroffen, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe. Und mit fast jedem von ihnen habe ich mich ausgetauscht. Das war schön.
  • Mit Lockerheit durch den Tag. Es kam keine Hektik auf – ich habe mich von äußeren Umständen zu nichts drängen lassen – auch nicht in der Menschenmasse.
  • Ehrlich gesagt bin ich gerade etwas baff – warum ist mir das heute so gut gelungen?
  • Mit 3 lieben Kollegen die Heimfahrt in der S-Bahn angetreten. Ein ganz wunderbarer Ausklang…
  • Nicht bis zum Schluss der Veranstaltung geblieben. Etwas früher gegangen – länger zu bleiben, hätte mir nichts mehr genützt. Im Gegenteil.
  • Mir ist bewusst geworden, dass ich immer mehr meiner Selbstwahrnehmung vertraue und diese immer mehr achte. Balsam für die Seele 🙂
  • Größere Resilienz, wenn ich den Sinn meines Daseins auf der Veranstaltung spüre und Spaß daran habe.

Das war es auch schon mit dem Rückblick für heute.

Ich würde mich sehr freuen, noch mehr von euren Strategien zu erfahren, die ihr auf solchen Veranstaltungen im Gepäck habt 🙂

Einen schönen Abend euch,
Julia

Zuwendung – „Ja“ und „Nein“

Wisst ihr, was mir gerade beim Schreiben eines Kommentars in einem anderen Blog bewusst geworden ist?

Mir macht es zu großen Teilen überhaupt nichts mehr aus, für meine Bedürfnisse einzustehen und ganz bewusst „Ja“ und „Nein“ zu sagen – und auch die Reaktion des anderen auszuhalten und zu akzeptieren. Chackaaa!

Vielleicht fällt es mir deshalb leichter, weil mir bewusst ist, dass ein klares „Ja“ oder „Nein“ ein klares „Ja“ zu mir selbst bedeutet.

Und auch wenn die Klarheit zwischen einer Bitte des anderen und meiner Entscheidung etwas länger dauern sollte – das ist vollkommen ok. Ich gebe mir meine Zeit. Und mein Tempo. Für mich.

Ein frohes neues Jahr wünsche ich Euch 🙂

Alles Liebe,
Julia

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PS.: Man hört ganz oft, dass ein „Nein“ ein „Ja“ zu sich selbst sein kann. Dies nicht nur zu lesen und zu verstehen, sondern es auch zu fühlen – das braucht einfach seine Zeit…

PPS.: Es könnte durchaus sein, dass vor allem Hochsensible mal schnell ein „Ja“ von sich geben, damit sie den aktuellen Reizpegel kurzfristig konstant halten bzw. nach unten senken. Obwohl es doch besser wäre, ein „Nein“ und damit den erneuten Reiz bez. der Reaktion des anderen auszuhalten. Langfristig gesehen könnte das wirksamer sein. Hm, ein interessanter Gedanke 🙂

PPPS.: Die Worte dieses Beitrags und der Kommentare unten lesen sich alle so fluffig und einfach, nicht wahr? Wenn man jedoch in der Situation ist und dann seine ganzen Emotionen spürt – ist das alles nicht mehr ganz so fluffig. Ein Hoch auf alle Selbstwahrnehmungsübungen, um bei sich zu bleiben 🙂

PPPPS.: Jetzt ist es aber gut mit den xPS ;-)))

Mein herbstlicher Spaziergang am Nachmittag…

…begann und endete mit einem recht wuscheligen und kuscheligen Raubtier 🙂

Viel Vergnügen beim virtuellen Rundgang – vor allem für diejenigen, die heute nicht draußen waren.

Herrliches Licht, herrliche Farben und wunderschöne Wolkenformationen.

Mein Lieblingsbild ist das mittlere in der untersten Reihe. Das sah von weitem zuerst nach nichts aus – aber beim näheren Hinsehen und Hinknien wurde es eine wunderschöne Komposition, wie ich finde 🙂

Viele liebe Grüße und einen schönen Abend wünscht euch
Julia

PS.: Wenn ihr auf eines der Bilder klickt, kommt ihr zu einer Diashow – eine für mich neue Funktion von WordPress. Auf der Einzelansicht gibt es – wenn man ganz nach unten scrollt – unten auf der rechten Seite einen Link, um sich das Bild in voller Größe + Zoomfunktion anzuschauen.

 

Hochsensible Männer – das Buch

Hallo zusammen,
gerade eben habe ich eine Buch-Neuerscheinung von Tom Falkenstein entdeckt.

Es ist ein Buch (nicht nur) für und über hochsensible Männer. Hinter diesem Link verbirgt sich eine Zusammenfassung, eine Lesevorschau als auch Stimmen von Fachexperten zum Buch.

In aller Kürze:
– der Autor ist seit vielen Jahren psychologischer Psychotherapeut und hat Erfahrung im Umgang mit hochsensiblen Klienten
– der Autor steht seit Jahren in engem Kontakt mit Elaine Aron persönlich
– der Autor ist Deutscher, hat aber in England studiert/praktiziert und arbeitet jetzt in Berlin; so konnte er wohl auch gute Kontakte zu Fachexperten in England knüpfen, wie z.B. Michael Pluess
– schönes Interview mit Elaine Aron am Ende – sehr tiefgründig und erhellend!
– der direkte Schreibstil ist für mich persönlich sehr angenehm zu lesen
– das Einzige, was mich an diesem Buch und allgemein stört ist, dass man Hochsensibilität und Sensibilität manchmal gleichsetzt.

Klare Kaufempfehlung!

Einen guten Start in die neue Woche wünscht euch
Julia