Schlagwort-Archive: Polyvagaltheorie

Brett vor dem Kopf?

Oder gar eine Wand? Dann ist es an der Zeit, Abstand herzustellen. Mich von der Wand wegzudrücken.

Zentimeter um Zentimeter. 1 Schritt zurück, dann noch einen.

Nur um dann festzustellen, dass 2 Meter weiter rechts ein Durchgang ist, der zu einem wunderschönen Garten führt.

Sich von der Mauer bzw. von eigenen Gedanken und Vorstellungen zu distanzieren, geht meiner Erfahrung nach am besten mit Ehrlichem Mitteilen.

Nur im echten Kontakt findet man den schönsten Garten. Und das ganz ohne Anstrengung.

Was du dir jetzt unter Ehrlichem Mitteilen vorstellst ist zu 99% nicht das, was Ehrliches Mitteilen wirklich ist. Von daher empfehle ich sehr, dir die empfohlene Broschüre oben anzuschauen.

Liebe Grüße und einen guten Start ins Wochenende, Julia

Brauchen wir wirklich eine Katastrophe?

Ein wichtiger Beitrag, wie wir Menschen wieder zusammenfinden. Weder Machtausübung, Unterwerfung, Rückzug noch Rebellion bringen die Lösung. Nur im Bindungskontext ist die Lösung wirklich zu finden. Es geht um Kontakt.

Buchempfehlung

Yale

No comment, just a tweet…

Oh, probably one short comment indeed: Please let your students know about the Polyvagal Theory from Stephen Porges. Nothing else is necessary. Good luck!

So long, and thanks for all the…

42 towel babel fish

Wir haben ein Kontaktproblem!

Und die Lösung ist nur im Bindungskontext zu finden.

„Was wir Menschen am Dringendsten brauchen – nach Sauerstoff, Wasser, Essen und Trinken – ist BINDUNG.“

Was Arno Gruen als Theorie in all seinen Büchern bis ins kleinste Detail beschrieben hat als auch Stephen Porges und Gabor Maté über die Polyvagaltheorie und Entwicklungstrauma, überführt nun Gopal Nanzer-Klein mit dem Lokalen-Gruppen-Projekt und dem Ehrlichen Mitteilen in die Praxis – wie z.B. in diesem Interview hier.

Wir müssen dort hinschauen, wo wir sonst nie hinschauen: auf das, was gerade jetzt im Kontakt zwischen uns stattfindet.

Der Körper ist die Wiege des Verstandes und nicht umgekehrt.

Alles Liebe, Julia

März-Gewinnspiel nur für Hebammen…

…und dann auch wieder nicht.

Motto: Wie gewonnen, so zerronnen.

Was soll das denn jetzt, werden sich manche fragen…

Ich möchte zur Verbreitung des Wissens und der Bedeutung über den Vagusnerv und der damit verbundenen Polyvagaltheorie beitragen. Kurz gesagt: wie kommt ein Mensch zu einer gesunden Selbstregulation und wird so zu seiner eigenen Medizin?

Deshalb möchte ich dieses Monatsprojekt ins Leben rufen.

Ich werde im Monat März 4 Gefühlswürfel an Hebammen verlosen, die diesen Würfel dann nutzbringend an eine Familie weiterverschenken, die gerade „Kunde“ bei ihr oder ihm ist 🙂 Die Hebamme sollte beim Verschenken das Gefühl haben, dass der Würfel dort in guten Händen ist.

https://shop.holz-kreativ.eu/webshop/gefühlswürfel

Für die Hebamme bedeutet das also in der Tat: wie gewonnen, so zerronnen.

Ich möchte mit dieser Aktion bewusst machen, dass die ersten 3 Jahre eines Kindes entscheidend dafür sind, wie gut sich der ventrale Vagus ausbildet. Je selbstregulierter die Eltern sind, desto besser wird auch die Entwicklung des Kindes unterstützt.

In der Praxis lässt sich das vom Prinzip ganz einfach mit dem Ehrlichen Mitteilen umsetzen. Dafür kann man dann auch den Gefühlswürfel nutzen, damit ganz klar ist, was zu kommunizieren ist. Man merkt sehr schnell, wie gut einem dieser Austausch tut. Ganz automatisch überträgt sich dann auch dieses Gefühl auf das Baby.

Liebe Hebammen!

Falls ihr an diesem Gewinnspiel teilnehmen möchtet, schickt mir bitte bis 31. März 2021 eine Postkarte mit folgenden Infos (bitte nicht mehr, ansonsten reicht der Platz auf der Karte nicht aus):

1) Nachweis, dass Ihr Hebamme seid – ein Link oder die Angabe eurer Wirkungsstätte genügen.

2) Drei kurze Sätze, warum und an wen ihr den Würfel verschenkt.

3) Eure! eigene Adresse, an die der Würfel verschickt werden soll, damit IHR die Übergabe machen könnt.

Und das wars auch schon.

Meine Adresse ist im Impressum zu finden.

Anfang April ziehe ich dann die 4 Gewinner und schreibe einen Aprilblog über den Verlauf meiner Aktion.

Ich bin sehr gespannt und die Freude ist groß :-)))

Wer diese meine Aktion nachmachen möchte, ist herzlich eingeladen. Dafür gebe ich euch sogar die Erlaubnis, diesen ganzen Text hier zu kopieren.

Alles Liebe und uns allen einen schönen Frühling, Julia

Mein Weihnachtsgeschenk…

…an euch ist eine Wahrnehmungsübung von Irene Lyon.

Sie hilft mir, mein Nervensystem vor dem Einschlafen so in Sicherheit und Geborgenheit zu versetzen, dass ich bereits nach dem ersten Üben eine deutliche Verbesserung meiner Schlafqualität bemerke.

Hier der Link zur auditiven Übung.

Eine frohe und besinnliche Weihnacht euch allen!

Liebe Grüße, Julia

Ein Nikolausgeschenk…

…der besonderen Art bekam ich heute von meiner Namensvetterin Julia.

Sie hat mich in ihrem Psychologie Podcast zum Thema Hochsensibilität interviewt und schenkte mir bereits letzte Woche eine Erfahrung, die ich so noch nie machen durfte.

Wir beiden kennen uns schon sehr lange – sie hat genauso einen Blog auf WordPress wie ich. Nur verlagerte sie Anfang des Jahres ihren Schwerpunkt auf ein neues Projekt – ihren Psychologie Podcast. Als ich Julias Anfrage bekam, musste ich nicht lange überlegen – ich fühlte und fühle mich bei ihr sehr sicher und gut aufgehoben.

Jetzt fühle ich mich sehr reich beschenkt, weil dies mein erstes Interview über Hochsensibilität ist und ich überhaupt nicht wusste, was da auf mich zukommt. Ich konnte sämtliche meiner Erkenntnisse aus der Polyvagaltheorie anwenden und hatte so die Erfahrung eines entspannten Interviews trotz unbekannten Terrains.

Julia, von Herzen danke!

Ich freue mich schon auf unser nächstes Gespräch – allerdings ganz privat und mit ganz vielen Gänseblümchen drumherum 😉

Liebe Grüße, Julia

Ent-knautscht

in memoriam Sabine Dinkel 🙂 *mit freudigem und herzlichem Wink nach oben…*

Vorhin auf dem Weg zurück von meiner Alexander-Technik-Stunde kam mir das Wort „Ent-knautscht“ in den Sinn. Ich fühle mich danach immer so stimmig und ent-knautscht.

Setzt voraus, dass der Körper irgendwann einmal gelernt hat, sich zu zer-knautschen.

Und das wiederum ließ mich sofort an die liebe Sabine Dinkel erinnern, die vor ein paar Jahren meinen Blogbeitrag mit dem Knautschball gelesen und in ihrem Buch „Hochsensibel durch den Tag“ erwähnt hat. Ich denke immer noch mit Freuden an diesen sehr bereichernden und wertvollen Austausch zwischen uns zurück.

An diesen Knautschball musste ich jetzt wieder denken. Und kann ihn nun unter einem zusätzlichen Aspekt betrachten. Damals habe ich ihn rein mit der Reizüberflutung eines Hochsensiblen in Verbindung gebracht. Und nun bin ich – dank der Polyvagaltheorie – in der Lage, den Transfer auch zu jedem Menschen zu machen – nicht nur zu den Hochsensiblen.

Ein jeder Mensch in unserer Gesellschaft wird durch viele Einflüsse seiner Umwelt in eine gewisse Form gebracht, er wird geformt. Das ist erstmal eine ganz neutrale Formulierung – jedoch kann ich durch die vielen Erfahrungen und Beobachtungen in den letzten Monaten und Jahren sagen, dass diese Formung leider eine Zer-Knautschung darstellt. Wer z.B. die Bücher von Arno Gruen gelesen hat, weiß ganz genau, was ich meine.

Mit jeder Erfahrung, nicht sich selbst sein können und dürfen, speichert der Körper diese Erfahrung bzw. Nicht-Erfahrung als eine Ladung bzw. Spannung im Körper ab. Das kann wirklich rein physiologisch betrachtet werden – der Mensch sammelt also im Laufe des Lebens solche Zer-Knautschungen bzw. Nicht-Entfaltungen an (wenn z.B. Aspekte von ihm nicht gesehen werden bzw. auch Einstimmung auf Bedürfnisse fehlt).

Durch die Polyvagaltheorie von Stephen Porges ist mittlerweile auch bekannt, dass 80% der Nervenstränge des ventralen Vagus vom Körper zum Gehirn verlaufen und nur 20% vom Gehirn zum Körper – kein Wunder, warum immer mehr Fachexperten dazu plädieren, unbedingt auch Körpertherapie einzubinden, falls ein „Problem“ auf mentaler Ebene festgestellt wird.

Tatsache ist, dass der Zustand des Körpers (!) die eigene Gedankenwelt einfärbt. Nicht umsonst gibt es den Spruch, dass man den eigenen Gedanken nicht zu viel Bedeutung beimessen sollte.

Dank der Arbeit von Gopal Norbert Klein wurde ich mir all dieser Dinge sehr schnell bewusst und weiß nun genau, worauf ich achten muss.

Und Dank der Autobiographie von Arno Gruen weiß ich, dass es die Alexander-Technik gibt. Und so bin ich jetzt schon über ein Jahr der Ent-Knautschung meines Körpers auf der Spur und das fühlt sich verdammt gut an :-)))

Na ja – ein bisschen Flunkern ist hier schon dabei. Es fühlt sich nicht nur gut an – sondern manchmal auch sehr ungewohnt. So ungewohnt, dass ich das am liebsten eigentlich wieder ganz schnell wegdrücken würde – jedoch ist das Teil des Neulands, der durch die Ent-Knautschung freigelegt wurde. Und diese Erkenntnis fühlt sich auch wieder verdammt gut an :-)))

Also irgendwie verdammt gut, das alles :-)))

Euch allen wünsche ich einen ent-knautschten November mit ganz viel Licht im Innen und Außen!

Liebe Grüße, Julia

PS.: Mein Buch-Tipp zum Thema.

Wohlfühlen im Chaos

Gerade herrscht im Außen ein recht haltloses Chaos – bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger…

Um besser durch die nächsten Tage, Wochen und Monate zu kommen – vor allem auch, weil es einfach länger dunkel ist und das Wetter nicht so schön wie im Frühjahr – möchte ich auf Informationen hinweisen, wie man seelisch und körperlich gesund bleibt.

Insbesondere ab ca. Seite 20 sind Maßnahmen aufgezählt, die man für sich durchgehen und auswählen kann, was einem passend erscheint.

Ich wünsche euch für die nächste Zeit ein gutes Gespür für euch selbst und einen gut geeichten, inneren Kompass!

Alles Liebe und bleibt in Kontakt,

Julia

2 x Chacka!

Welt, wir kommen! Die Erkenntnisse der Polyvagaltheorie entfalten ihre Wirkung 🙂

Meine Ausbildung zum (Business-) Coach neigt sich dem Ende entgegen und es geht ans Eingemachte. Jetzt darf all das Gelernte und Verinnerlichte umgesetzt werden. Im Kreise der anderen Teilnehmer durfte ich als Coach eine Ausbildungskollegin zu einem Thema begleiten, welches ihr Schwierigkeiten bereitet.

Früher hatte ich immense Schwierigkeiten, bei so viel Aufmerksamkeit bei mir selbst zu bleiben. Mit Hilfe der Polyvagaltheorie lässt sich erklären, warum das eigene Nervensystem in scheinbar harmlosen Situationen unangenehme Körperzustände erlebt – wie z.B. innere Unruhe, Adrenalinschübe, nach Innen kippen, das Außen nicht mehr so gut wahrnehmen können.

Jetzt weiß ich, dass ich vorher einfach nur meinen Körper bewegen und Kontakt zur Außenwelt halten muss, damit ich präsent bleibe und meinem Klienten aktiv zuhören kann. Früher habe ich mich nur auf die Sache konzentriert und war überhaupt nicht im Kontakt mit dem Außen – meine Wahrnehmung war eng und der Körper angespannt.

Vor dem Gespräch habe ich also schön in alle Gesichter geschaut, Kontakt aufgenommen und den Raum wahrgenommen – dem Nervensystem also Input geliefert, dass keinerlei Gefahr im Außen besteht. Und ich konnte mich voll auf das Gespräch einlassen. Eine für mich komplett neue Erfahrung!!! Chacka 🙂

Und jetzt kommt aber das Beste: im Laufe unserer Ausbildung erzählte ich einer meiner Kurskolleginnen von der Polyvagaltheorie und warum sich der Körper so und so verhält und was man dann tun kann.

Sie hat mir heute verraten, dass sie in ihrer Session genau das Gleiche gemacht hat. Und dann ihre Session mit Bravour gemeistert. Auch sie konnte sich voll auf ihr Gegenüber einlassen – es war einfach nur eine Freude, ihr zuzuschauen :-))) Danke, Meike, fürs Teilen deiner Erfahrung! Chacka 🙂

2 x Chacka also. Vielleicht gibt es da draußen noch ein paar mehr Chackas, wenn Menschen diesen Blogbeitrag lesen und auch die Literatur bzw. Ressourcen meiner „Lehrer“ anzapfen, die mich auf diese Spur gebracht haben: Stephen Porges (Polyvagaltheorie), Gopal Norbert Klein (Buch „Heilung von Beziehungen“), Laurence Heller/Aline LaPierre (NARM, Buch 1, Buch 2), Gabor Maté (Buch „When The Body Says No“), Franz Ruppert (Vortrag), Dami Charf (über Sucht), Kerstin Hentschel (Vortrag), Irene Lyon (über Heilung von Überlebens-Stress).

Euch allen noch ein schönes Wochenende 🙂

Liebe Grüße, Julia